Nach Eklat bei Israel-Besuch: Merkel stärkt ihrem Außenminister den Rücken

Sigmar Gabriel wurde nicht von Regierungschef Benjamin Netanjahu empfangen.

Jetzt hat auch Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) im Streit um das Treffen mit regierungskritischen Gruppen in Israel demonstrativ unterstützt: „Wir sind der Meinung, dass es möglich sein muss, in einem demokratischen Land auch kritische Nichtregierungsorganisationen zu treffen, ohne dass das solche Folgen hat“, ließ Merkel am Mittwoch über ihren Sprecher Steffen Seibert ausrichten.

Tags zuvor hatte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu den deutschen Außenminister während seines Antrittsbesuchs in Jerusalem barsch abblitzen lassen. Weil Gabriel ein Gespräch mit Netanjahu-Kritikern nicht absagen wollte, sagte Netanjahu kurzerhand ein Treffen mit Gabriel ab. Ein Affront, wie ihn deutsche Spitzenpolitiker seit fast 20 Jahren in Israel nicht erlebt haben. Ähnlich wie zuvor Gabriel gab sich auch Seibert zuversichtlich, dass der Streit nichts an den guten Beziehungen Deutschlands zu Israel ändern werde. Ob das tatsächlich zutrifft, ist aber noch unsicher.

Retourkutsche für scharfe Kritik seitens der Bundesregierung?

Warum genau  Netanjahu das Treffen mit Gabriel absagte, ist weiterhin unklar. Möglicherweise war es eine Art Retourkutsche für die scharfe Kritik der Bundesregierung an einem israelischen Gesetz, das den Bau von 4000 Siedlerwohnungen nachträglich legalisiert. 

Die beiden früheren Botschafter Israels in Deutschland, Shimon Stein und Avi Primor, vermuten, dass Netanjahu innenpolitisch klare Kante zeigen wollte und dazu den Besuch Gabriels nutzte. „Ich glaube, dass Sigmar Gabriel sich richtig...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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