Emotionale Botschaften der Stars: Die besten Instagram-Posts des Jahres

Ena Clarke
Freie Autorin

Mobbing, Brustkrebs und Depressionen – auch die Stars kämpfen mit ganz alltäglichen Krankheiten. Doch Promis gelten auch als Vorbilder. Umso wichtiger ist es, dass sie Menschen wie du und ich Botschaften senden, um ihnen zu helfen mit ähnlichen Dingen besser umzugehen. Diese Instagram-Posts von Lena Meyer-Landrut und Co. haben uns im Jahr 2018 am meisten inspiriert.


Mit einem Instagram-Post gegen Hassbotschaften wehrte sich Lena Meyer-Landrut – und entfachte damit eine Lawine von neuen Kommentaren. “Hässlich und nichts”, “Du dumme Schlampe”, “Du bist eine Schande”, so lauten nur einige der Beleidigungen, die sich die Sängerin in den Jahren offenbar gefallen lassen musste. Diese Hassbotschaften hatte die 27-Jährige auf einen Spiegel geschrieben, vor dem sie ein Selfie aufnahm und das sie dann postete.

Lena Meyer-Landrut setzt sich gegen Mobbing ein (Bild: Getty Images)

Und die Reaktionen auf den Post ließen nicht lange auf sich warten. “Wenn selbst eine so wunderschöne und talentierte Frau solche Kommentare bekommt, was soll man dann noch denken”, schrieb ein User. “Respekt und ganz schön taff würde ich sagen”, lobte ein anderer. Viele nahmen den Beitrag auch zum Anlass, um aufzuschreiben, mit welchen Beleidigungen sie selbst zu kämpfen hatten. Leider führte die Zensur von Instagram aber dazu, dass solche Kommentare automatisch gelöscht wurden.

Wichtige Botschaft: Lena thematisiert Mobbing auf Instagram

Mit Bodyshaming zu kämpfen hat auch Ashley Graham. Das Plus-Size-Model muss sich täglich anhören, dass ihr Körper nicht perfekt sei. Umso mehr setzt sie sich für all diejenigen ein, die das Gleiche durchmachen müssen. Fans feiern sie für unretuschierte Fotos mit Cellulite und ihre Body Positivity. Im Oktober dieses Jahres startete sie eine Instagram-Kampagne, um an das Selbstbewusstsein anderer Frauen zu appellieren.


“In den nächsten 30 Tagen markiert uns in euren Posts, in denen ihr euch am selbstbewusstesten fühlt und schreibt eure Affirmationen in die Kommentare”, schrieb die 31-Jährige. Ashley Graham verwöhnt sich selbst jeden Morgen mit einem Kompliment. Dank dieses täglichen Rituals würde sie viel selbstbewusster und optimistischer durchs Leben gehen.

“[Ich sage mir selbst jeden Morgen], dass ich stark, brillant und wunderschön bin. Ich denke, dass unsere Worte Macht haben und wenn du dir ständig sagst, dass du nicht gut genug bist und jeden Tag an deinem Äußeren zweifelst, dann wird es zu dem, wie dein Leben aussieht. Die Verwendung dieser Affirmationen hat meine Lebenseinstellung verändert“, erklärte sie.

Mutiger Post nach Brustkrebs-OP

Einen sehr mutigen Post nach ihrer Brust-OP postete Angela Trimbur. Denn die Operation hatte sie nicht etwa aus ästhetischen Gründen, sondern weil die Ärzte bei der Schauspielerin Brustkrebs diagnostiziert hatten. Die Diagnose kam allerdings leider zu spät: Ihre Brüste mussten amputiert werden. Nach dem Eingriff zeigte sich Trimbur oben ohne und mit Brustimplantaten, die ihr eingesetzt wurden.


Dazu schrieb sie: “Ich fühle mich wie ein Cyborg. Ich fühle mich komisch, als sei ich nicht einmal oben ohne. Ich fühle nichts, wenn ich sie berühre.” Die Implantate würden nur vorübergehend und bis zur Chemotherapie in ihrem Körper bleiben. “Ich werde also für etwa sieben Monate diese steinharten Gummikugeln einen Teil meines Körpers nennen”, erklärte sie.

Oben ohne: Serena Williams wirbt für Brustkrebsvorsorge

Serena Williams sprach ebenfalls ein Tabu-Thema an, über das zu selten gesprochen wird: postnatale Depression. Als die Tennisspielerin Mutter wurde, schlug die harte Realität auf sie ein.


“Die letzte Woche war nicht leicht für mich. Ich habe mich nicht nur mit einigen persönlichen Angelegenheiten rumgeschlagen, ich war einfach niedergeschlagen. Vor allem hatte ich das Gefühl, keine gute Mutter zu sein. […] Es ging uns allen schon mal so. Ich arbeite viel, ich trainiere und versuche, mein Bestes als Athletin zu geben. Und obwohl ich jeden Tag mit meiner Tochter verbringe, bin ich nicht so oft bei ihr, wie ich gerne würde. […] Viele von euch Müttern haben das gleiche Problem. Ob Hausfrau oder arbeitend, die Balance mit den Kids zu finden ist eine Kunst. Ihr seid die wahren Helden”, schrieb sie.

Postnatale Depression: Serena Williams hielt sich für eine schlechte Mutter

Mit ihrem Post will Serena Williams anderen Frauen Mut machen: “Ich habe mehrere Artikel gelesen, in denen steht, dass postnatale Depressionen bis zu drei Jahre andauern können, wenn sie nicht behandelt werden. Es ist einfach sinnvoll, es zu kommunizieren. Die Dinge mit meiner Mutter, meinen Schwestern, meinen Freunden zu besprechen, macht mir deutlich, dass meine Gefühle völlig normal sind.“

Wie kann ich meinen After-Baby-Body akzeptieren?

Dass es für Frauen nach einer Geburt nicht nur schwer ist, sich in der Rolle der Mutter einzufinden, sondern auch seinen Körper zu akzeptieren, weiß auch Country-Sängerin Jana Kramer. Sie postete ein Foto, auf dem sie ihren Bauch abgeschnitten hatte, weil sie wusste, was passiert wäre, wenn sie es nicht getan hätte. “Wenn ich das Foto von meinem tatsächlichen Bauch veröffentlicht hätte, hättet ihr mich vermutlich in Grund und Boden gestampft”, schrieb sie.


“Warum müssen wir Frauen uns immer mit anderen vergleichen und uns dann gegenseitig niedermachen?”, fragte sie. “Unsere Körper sind alle schön und verschieden geformt, sie heilen unterschiedlich, sie reagieren unterschiedlich, sie sehen einfach unterschiedlich aus. Warum müssen wir jemanden niedermachen, wenn er anders aussieht? Oder uns schlecht fühlen, nur weil wir anders aussehen? Können wir bitte netter zu uns selbst sein in dem Wissen, dass jede Frau eine andere Reise durchmacht, wir aber alle wunderschön sind?”, heißt es in ihrem Post weiter. “Lasst es uns versuchen.”

VIDEO: Angela Trimbur zeigt die Spuren ihrer Brustkrebserkrankung