Empörung darüber, dass Schülerinnen gesagt wurde, enge Leggings würden Lehrer „ablenken“

Style International Redaktion
·Lesedauer: 3 Min.

Über 6.000 Personen haben eine Petition unterzeichnet, nachdem Schülerinnen an einer Schule angeblich gesagt wurde, sie dürften im Sportunterricht keine enge Kleidung tragen, da diese die Lehrer „ablenken“ würde.

Schülerinnen einer Schule wurde angeblich gesagt, sie dürften im Sportunterricht keine enge Kleidung tragen, da diese die Lehrer „ablenken“ würde. Foto: Getty Images
Schülerinnen einer Schule wurde angeblich gesagt, sie dürften im Sportunterricht keine enge Kleidung tragen, da diese die Lehrer „ablenken“ würde. Foto: Getty Images

Laut der irischen Zeitung Carlow Nationalist wurde Schülerinnen am Presentation College Carlow in Irland gesagt, dass enge Leggings zu freizügig seien und die Lehrer sich durch sie „unwohl“ fühlen.

In einer Versammlung wurde den Schülerinnen laut der Zeitung auch gesagt, sie sollten ihre Röcke nicht hochkrempeln oder ihre Sweatshirts enger machen, da dadurch zu viel der weiblichen Anatomie zu sehen sei. Die Schülerinnen fühlten sich daraufhin „erniedrigt, paranoid, verletzt, angewidert und nicht sicher“.

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Männlichen Schülern wurden angeblich keine Vorschriften hinsichtlich ihrer Kleiderwahl gemacht und jetzt planen viele von ihnen, Leggings in der Schule zu tragen, um gegen die Vorschrift zu protestieren, die ihren Klassenkameradinnen auferlegt wurde.

Männliche Schüler wollen protestieren

Im Gespräch mit Newstalk war eine Mutter außer sich, dass die Schule „Body Shaming“ bei den Schülerinnen betreibe: „Ich hätte gerne, dass die Schule sich entschuldigt und zurücknimmt, was sie den Schülerinnen gesagt hat“, sagte die Frau. „Wenn sie eine Kleiderordnung einführen wollten, dann hätten sie zu allen Schülern sprechen müssen, männlichen und weiblichen“.

Eine Petition hat über 6.000 Unterschriften von Personen erhalten, die über die neuen Vorschriften empört sind. Foto: Getty Images
Eine Petition hat über 6.000 Unterschriften von Personen erhalten, die über die neuen Vorschriften empört sind. Foto: Getty Images

Eine Petition, die bereits über 6.000 Unterschriften sammeln konnte, nannte den Schritt „verabscheuungswürdig“ und kritisierte die Doppelmoral, da männliche Schüler enge Kleidung im Unterricht tragen dürfen: „Warum sollten sich Schülerinnen wegen einem Körperteil, das jeder hat, unterdrückt fühlen?“, steht in der Petition.

Eine Person, die die Petition unterzeichnete, schrieb: „Hört auf, Mädchen und Frauen für die Unfähigkeit (mancher) Männer, sich zu beherrschen, verantwortlich zu machen.“

“Ich bin völlig angewidert”

Jemand anderes schrieb: „Ich bin völlig angewidert davon, dass Frauen heutzutage noch immer so behandelt werden.“

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„Ich finde, diese Einstellung gegenüber den Körpern von Frauen gehört in die 1950er. Das einzige Problem hier ist die Einstellung des männlichen Personals gegenüber den von ihnen betreuten Personen“, schrieb jemand Drittes.

„Ich unterzeichne das, weil wir Schulmädchen 2020 nicht mehr vorschreiben sollten, keine enge Kleidung zu tragen, weil sie erwachsene Männer ablenken könnte“, schrieb jemand anderes.

In einer Erklärung, die die Schule auf ihrer Webseite veröffentlichte, hieß es: „Die Vorschriften zum korrekten Tragen unserer Schuluniform haben sich - abgesehen von der Einführung eines Oberteils mit Reißverschluss bis zur Hälfte - für die Schüler im ersten Jahr, gegenüber den Vorjahren nicht verändert.“

Und weiter: „Die Schüler werden regelmäßig bei der Schulversammlung an die Regeln und Vorschriften der Schule erinnert. Die Schule kümmert sich weiterhin um die seelsorgerischen Bedürfnisse aller Schülerinnen und Schüler durch ihr ausgezeichnetes Seelsorge-/Schülerunterstützungssystem in der Schule. Alle Anfragen von Eltern oder Schülern diesbezüglich werden über die üblichen Kommunikationskanäle der Schule bearbeitet.“

Sarah Carty

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