„Enkel für Anfänger“: Palina Rojinski und Heiner Lauterbach drehen Film in Köln

Im Cinedom feierte der Film Premiere – Stars zeigten sich auf dem Roten Teppich.

Es wirkt wie ein idyllisches Schulfest: Kinder laufen lachend über den Schulhof, Seifenblasen fliegen umher, Eltern verkaufen Kaffee und Kuchen. Vor einer Tischtennisplatte reden ein Mann und eine Frau aufeinander ein. Dann dreht sich der Mann um und geht davon, die Frau schaut ihm traurig nach.

Dreharbeiten an der Rosenmaarschule

„Danke!“, ruft eine Stimme und das bunte Treiben stoppt. Die Kinder und Eltern sind Komparsen, der Mann und die Frau sind in Wahrheit die Schauspieler Heiner Lauterbach und Palina Rojinski. Am vergangenen Mittwoch haben sie an der Rosenmaarschule in Höhenhaus Szenen für die Generationen-Komödie „Enkel für Anfänger“ (Filmstart März 2020) gedreht.

„Es ist heute nicht einfach, eine Schule für Dreharbeiten zu finden“, sagt Regisseur Wolfgang Groos. Denn fast überall gebe es Betreuungsangebote, sodass selbst in den Ferien Kinder in den Schulen seien.

Die Dreharbeiten laufen seit Anfang April, neben der Schule auch in Privatwohnungen in der Südstadt. Ab Mitte Mai geht es weiter nach Essen, wo der Film spielt. Er handelt von den anfangs gelangweilten Rentnern Gerhard (Lauterbach) und Karin (Maren Kroymann). Deren Leben ändert sich, als Karins Schwägerin Philippa (Barbara Sukowa) die beiden für ein Großeltern-Paten-Programm anmeldet. Im Nu finden sich zwei Enkel, die das geruhsame Leben von Grund auf verändern.

Clevere Dialoge statt biederer Wohlfühlfilm

„Das Schöne an dem Film ist, dass darin alle Beteiligten an ihre Grenzen kommen“, sagt Maren Kroymann. Es hätte leicht ein biederer Wohlfühlfilm werden können, aber durch die cleveren Dialoge gebe es immer wieder Reibungen und komische Situationen, in denen die Alten auf etwas Neues stoßen. „Als ich das Drehbuch das erste Mal gelesen habe, musste ich viel lachen“, erzählt Barbara Sukowa. Das Verhältnis von Alt und Jung sei früher schließlich viel antiautoritärer gewesen.

Da habe es keine übervorsichtigen Helikopter-Eltern gegeben, wie sie im Film vorkommen. Für Heiner Lauterbach trägt der Film eine wichtige Botschaft: „Viele ältere Menschen haben Zeit, und vielen jungen Menschen fehlt es an Aufmerksamkeit aus der Familie.“ Er könne sich vorstellen, dass sich nach dem Film mehr Menschen für eine solche Patenschaft interessierten, auch wenn sie im Film vereinfacht dargestellt werde.

Roter Teppich im Cinedom

Für Lauterbach war es eine geschäftige Woche. Am Donnerstagabend ging er mit Ehefrau Viktoria, Schauspielerkollege Elyas M’Barek und prominenten Gästen wie FC-Star Anthony Modeste für ein Special Screening des Gerichts-Thrillers „Der Fall Collini“ über dem roten Teppich am Cinedom. „Ich will möglichst unterschiedliche Dinge tun“, sagt Lauterbach, „dazu gehören auch verschiedene Genres.“ Die Geschichte basiert auf dem gleichnamigen Roman von Ferdinand von Schirach.

„Als ich das Angebot für die Rolle bekam, habe ich sofort angenommen“, sagt M’Barek. Er sei ein großer Fan der Bücher von Schirachs. Zudem sei ihm das Thema wichtig. „Es ist merkwürdig, dass der geschichtliche Hintergrund in der Schule nicht gelehrt wird“, sagt er. Wer einen vierten „Fack ju Göhte“ erwarte, sei hier falsch. „Lachen wird bei diesem Thema keiner“, so M’Barek....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta