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Für 130.000 Euro hat sich ein Manager ein Audi-E-Auto gekauft – darum bereut er seinen Kauf

Die Vorstellung des Audi e-tron GT Konzeptfahrzeuges in Los Angeles in 2018.  - Copyright: Stefanie Keenan / Kontributor/Getty Images
Die Vorstellung des Audi e-tron GT Konzeptfahrzeuges in Los Angeles in 2018. - Copyright: Stefanie Keenan / Kontributor/Getty Images

"Jetzt reicht's mir!" – diese harschen Worte hat Jens Schilka kürzlich zum "Spiegel" gesagt. Der Manager aus Nordbayern, der seinen echten Namen nicht in der Zeitung lesen will, habe genug.

Ein paar Tage vor dem Gespräch musste er sein E-Auto wegen eines Defektes zur Werkstatt bringen – wieder einmal. Im August 2021 hat er Audis elektrisches Spitzenmodell, den Audi e-tron GT, für 130.000 Euro gekauft und zieht ein ernüchterndes Fazit: Seit dem Kauf sei sein Auto praktisch mehr in der Werkstatt als auf der Straße gewesen, erklärte er dem "Spiegel".

Nicht nur Software- und Elektronikprobleme

Die 18.500 gefahrenen Kilometer sind keine Erklärung für all die Probleme, mit denen sich Herr Schilka schon rumschlagen musste. Dem "Spiegel" zählte er die lange Liste auf: Defekter Lader, unsinnige Ladeplanung, Ausfälle von Heizung und Klimaanlage.

Weiter führte er aus, dass sein Auto ewig lange immer im Notlaufprogramm lief, also mit reduzierter Motorleistung. Doch die Probleme, die der Manager mit dem e-tron GT hatte, beschränkten sich nicht nur auf die Elektronik. Sogar am klassischen Autobau gäbe es Qualitätsmängel, wie er zum Nachrichtenmagazin sagte. Das Armaturenbrett klappere und seine Türdichtungen seien neulich abgefallen, dies sei nicht entschuldbar bei einem Preis von 130.000 Euro.

Unternehmenssprecher Udo Rügheimer erklärte dem "Spiegel", dass dem Unternehmen keine gehäuften Störungen oder Qualitätsmängel bei diesem Modell bekannt wären. Außerdem würde sich Audi nicht zu konkreten Kundenproblemen äußern.

aeh