Faktencheck: Todesgefahr durch Kreissägen in Bojen im Rio Grande?

Hat der US-Bundesstaat Texas eine schwimmende Barriere mit Kreissägen installiert, um illegale Einwanderer am Überqueren des Genzflusses Rio Grande zu hindern?

Einige Social-Media-Nutzer:innen und Politiker:innen behaupten, eine solche Anlage sei im Rio Grande platziert worden, um gezielt diejenigen zu verletzen, die es wagen, von Mexiko aus in die USA einzureisen.

Schauen wir uns diese Behauptungen genauer an.

The viral video was originally posted on the social media platform X, formerly known as Twitter by the Democrat Congresswoman Sylvia Garcia.

She had recently traveled to the Us-Mexico border to document the new anti-immigration measures taken by the Republican Governor of Texas, Greg Abbott

Das virale Video wurde ursprünglich von der demokratischen Kongressabgeordneten Sylvia Garcia auf der Social-Media-Plattform X, früher bekannt als Twitter, gepostet.

Sie war kürzlich an die Grenze zwischen den USA und Mexiko gereist, um die neuen Anti-Einwanderungsmaßnahmen des republikanischen Gouverneurs von Texas, Greg Abbott, zu dokumentieren.

Mehrere Politiker:innen in den USA und im Ausland behaupten, dass diese orangefarbenen Fässer nicht nur dazu gedacht sind, Migrant:innen abzuschrecken, sondern sie auch zu verletzen und sogar zu töten, da es sich ihrer Meinung nach um Kreissägen handelt, die an der Boje angebracht sind.

Diese schwimmende Barriere wurde im Juli in der Nähe der Stadt Eagle Pass am Ufer des Rio Grande an der Grenze zu Mexiko und den Vereinigten Staaten installiert.

Sie ist Teil der staatlichen Anti-Einwanderungsoperation namens "Lone Star".

In einer im August veröffentlichten Pressemitteilung erklärten die texanischen Behörden, die Operation sei ein Erfolg gewesen und behaupteten, in den letzten zwei Jahren fast 402.000 illegale Einwanderer festgenommen zu haben.

Doch die rasiermesserähnlichen Klingen auf den orangefarbenen Fässern sind technisch gesehen keine Kreissägen, da sie keinen Motorantrieb haben.

"Schwimmender Stacheldraht"

In einem Bericht des Texas Public Radio hieß es: "Zwischen jeder Boje befinden sich gezackte Metallplatten, die wie Kreissägeblätter aussehen, um jeden davon abzuhalten, darüber zu klettern."

Es handelt sich also eher um einen schwimmenden Stacheldraht.

Allerdings hatte ein im Rahmen der Operation Lone Star stationierter texanischer Staatspolizist einem Vorgesetzten gesagt, dass der Stacheldraht und die Bojen "nichts weiter als eine unmenschliche Falle" seien.

Seit der Errichtung dieser Barriere wurden Leichen von Migranten im Fluss entdeckt.

Behörden in Texas gehen davon aus, dass die Männer wahrscheinlich flussaufwärts ertrunken sind. Eine Leiche blieb in den Bojen hängen.

Mitte Juli verklagte das US-Justizministerium Greg Abbott wegen der schwimmenden Installation mit der Begründung, die gefährde die öffentliche Sicherheit und verstoße gegen Verträge der USA mit Mexiko

Aber Abbott blieb trotzig und schrieb in einem Brief an US-Präsident Joe Biden: „Texas wird Sie vor Gericht sehen.“