In den USA begräbt ein Eissturm Häuser und Straßen unter meterdicker Eisschicht

Wenn starke Winde auf eisige Temperaturen und große Wasseroberflächen treffen, kann es für angrenzende Gebäude gefährlich werden. Dann kann ein Eissturm ganze Häuser meterdick einfrieren.

Wie in diesem Bild hängen von den Häusern in Hamburg, einer Stadt im US-Bundesstaat New York, nach einem Eissturm die Eiszapfen meterlang von den Dächern. Foto: Symbolbild / gettyimages / OliverWright

Die Bilder aus dem US-Bundesstaat New York erinnern an Roland Emmerichs Katastrophenfilm „The Day After Tomorrow“ aus dem Jahr 2004. Darin wurde die Erde von einer Eiszeit heimgesucht und alles unter Schnee und Eis begraben. Genau so sehen jetzt zahlreiche Häuser in Hamburg aus, einer Stadt ganz im Westen New Yorks.

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Wie Sky News berichtet, fegte ein Eissturm – eisige Temperaturen und starke Winde – vergangene Woche über die ganze Region hinweg. Er hinterließ Häuser, Straßenzüge und Bäume vollständig vereist und begraben unter einer dicken Eisschicht, mit meterlangen Eiszapfen, die noch immer von den Dächern hängen.

In den Häusern ist es gruselig dunkel

Vor allem in Ufernähe des angrenzenden Eriesees traf der Eissturm ungebremst auf Bäume und Gebäude. Die komplett überfrorenen Oberflächen bezeichneten die Bewohner und Bewohnerinnen laut Sky News als „beängstigend“.

Ed Mis, er lebt seit acht Jahren in Hamburg, hat schon früher Eisstürme erlebt – keiner aber war je so kräftig und begrub die Häuser unter einer so dicken Schicht. Im Interview mit CNN sagt er: „Es sieht beinahe wie eine Kulisse aus, unecht. Innen in den Häusern ist es sehr dunkel. Was ziemlich gruselig ist.“ Sein Haus ist ebenfalls betroffen, komplett eisbedeckt, genauso sein Garten und seine Einfahrt. Mitte vergangener Woche sei das Wetter noch recht normal gewesen, so Mis, früh am Freitagmorgen aber sei er aufgewacht und habe die eisige Überraschung vorgefunden.

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Das Eis wiegt schwer auf den Häusern

Zwar sehen die eisigen Oberflächen eindrucksvoll bis surreal aus, vor allem die Gebäude, doch die Besitzer und Besitzerinnen machen sich Sorgen um die Statik: „Wenn das Eis richtig zu schmelzen beginnt, könnte das Gewicht auf den Dächern zu strukturellen Schäden führen“, sagt Mis.

Wie aber entsteht so ein Wetter-Phänomen? Laut dem Weather Channel lag es dieses Mal an der Kombination von eisiger Kälte, starken Winden und der Nähe zum Wasser. So konnte der Wind Wassertropfen aufwirbeln und mittragen und gegen die Häuser werfen. Bei Temperaturen um die minus 20 Grad Celsius froren sie dort sofort fest. Weil es 48 Stunden lang wehte und sehr kalt war, konnte eine sehr dicke Eisschicht entstehen.

Ein Notfallplan – schreitet die Politik ein?

Zwar hat das Eis am Freitag angefangen, leicht zu tauen, dennoch hofft Ed Mis auf Hilfe durch die Verwaltung des Bundesstaates New York – denn für solche Fälle gebe es spezielle Notfallpläne, die aber erstmal in Kraft gesetzt werden müssten. „Ja, es sieht schön aus, aber ich will das ehrlich gesagt nie wieder erleben“, sagt Mis. Jetzt müsse erstmal der ganzen Nachbarschaft bei den Reparaturen geholfen werden.

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