Flüge aus muslimischen Ländern in die USA: sinkende Passagierzahlen

Die von der US-Regierung verhängten Einreisverbote und die Beschränkungen für Laptops an Bord haben Auswirkungen auf den Reiseverkehr aus arbaischen Ländern in die USA. Auf der Langstrecke ging die Zahl der Ankünfte in den USA laut dem Institut ForwardKeys im ersten Quartal 2017 um 4,3 Prozent zurück.

Die Fluggesellschaft Qatar Airways bestätigte einen Buchungsrückgang, bezeichnete diesen aber als “handhabbar”. Zum Verbot bestimmter elektronischer Geräte an Bord hieß es vom Konzernchef Akbar Al Baker: “Einige Passagiere waren etwas… besorgt über die Tatsache, dass Laptops an Bord nicht mehr erlaubt sind. Es handelt sich um eine falsche Wahrnehmung von Sicherheitserfordernissen durch die US-Behörden. Meiner Meinung nach war das nicht nötig.”

Der Internationale Flughafen in Dubai bestätigte, das Passagieraufkommen für Flüge nach Nordamerika sei im März ebenfalls um 4,3 Prozent zurück gegangen. Emirates hat angekündigt, ab Mai die Frequenz der Flüge in die USA reduzieren wollen. Damit folge man der sinkenden Nachfrage. Flugverbindungen in andere Regionen sollen dafür ausgebaut werden, so COO Adel Al Redha: “Wir fliegen zwölf Ziele in den USA an. Im vergangenen Jahr haben wir 55 Millionen Passagiere dorthin gebracht. Die Nachfrage ist hoch, die Firma wächst. Wir werden weiter expandieren.”

US-Fluglinien hatten ihre Konkurrenten Qatar Airways, Emirates und Etihad in der Vergangenheit beschuldigt, von Regierungssubventionen ihrer Heimatländer zu profitieren, um ihr interkontinentales Netzwerk auszubauen. Sie forderten Präsident Donald Trump auf, etwas gegen die Airlines zu tun.

Der Reisebann für Reisende aus bestimmten muslimischen Ländern und das Laptop-Verbot wurden nach Angaben der US-Regierung aus Sicherheitsgründen erlassen.

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