Flughafen Tegel: Air Berlin wechselt mitten im Tarifstreit die Kofferträger

Die Berliner CDU will sich erst im Frühsommer zu einem möglichen Weiterbetrieb des Flughafens Tegel positionieren.

Wenn am Sonntagfrüh die Passagiere den Air-Berlin-Flug AB 2216 nach Gran Canaria besteigen, werden sie Zeugen einer Premiere. Denn am Sonntag wird erstmals eine neue Mannschaft für die Berliner Fluglinie Flugzeuge beladen und Passagiere einchecken. Air Berlin hat den Bodendienstleister am Flughafen Tegel gewechselt. Das könne mit ein paar Abstimmungsproblemen verbunden sein, warb Air Berlin um Verständnis.

Viele Jahre fertigte die Wisag Aviation Service Holding die roten Jets auf dem Heimatflughafen von Air Berlin ab. Das Unternehmen war 2007 mit der Übernahme der einstmals der Flughafengesellschaft gehörenden GlobeGround zum Platzhirsch der Bodendienstleister in Berlin geworden. Ein Drittel ihres Berliner Umsatzes machte die Wisag in Berlin mit Air Berlin. Jetzt hat sich die finanziell schwer angeschlagene Airline für die AeroGround, eine Tochtergesellschaft des Flughafens München, entschieden. Es gehe darum, die Umsteigepassagiere "stabiler abzufertigen", so ein Air-Berlin-Sprecher.

Dieser Schritt ist vor dem Hintergrund des weiter schwelenden Tarifkonfliktes um die Bodendienstleistungen an Berlins Flughäfen bemerkenswert. Keine zwei Wochen ist es her, da legten streikende Vorfeldarbeiter, Kofferträger und Abfertiger den Flugverkehr in Berlin lahm und brachten Chaos in die Flugpläne in Deutschland und Europa.

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