Leerstand: Haus in Berlin-Mitte nach Besetzung geräumt

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Berlin. Die Berliner Polizei hat am Donnerstagabend ein besetztes Haus im Bezirk Mitte geräumt. Die Beamten hätten 19 Hausbesetzer aus dem Gebäude geführt, sagte ein Polizeisprecher. Voraussetzungen für die Räumung, wie ein Strafantrag des Eigentümers wegen Hausfriedensbruchs, lagen laut Polizei vor. Vor dem Haus an der Habersaathstraße habe es eine Kundgebung mit 100 Teilnehmern gegeben. Ob es auch zu Sachbeschädigung im Haus kam, sei unklar.

Obdachlose und Aktivisten hatten nach eigenen Angaben am Donnerstag acht leerstehende Wohnungen im Haus besetzt. Nach Angaben der Initiative „Leerstand Hab ich Saath“ hielten sich jeweils zwei bis drei Menschen in jeder der Wohnungen auf. Ob sie die Türen mit Gewalt öffneten, wollte ein Sprecher der Initiative nicht sagen.

Die Polizei riegelte die Straße ab und sicherte das Gebäude. Die Beamten waren am Nachmittag von rund 60 Menschen ausgegangen, die sich im Inneren des Gebäudes aufhalten sollten.

Wohnungen an der Habersaathstraße stehen seit Jahren leer

Im Laufe des Tages seien die Obdachlosen zusammen in einem Bus vorgefahren worden und hätten das Haus besetzt. Eine Aktivistin, die die Aktion mitgeplant hatte, sagte der Berliner Morgenpost: „Die Wohnungen in dem Haus sind beziehbar, aber sie stehen seit Jahren leer.“ Insgesamt handele es sich um 85 Wohnunge. „Der eigentliche Skandal ist, dass in Berlin Wohnungen leer stehen, während obdachlose Menschen auf der Straße schlafen“, sagte Taylan Kurz, Grünen-Bezirksverordneter in Mitte zu der Aktion.

In Berlin-Mitte ist am Donnerstag ein Haus besetzt worden<span class="copyright">Julian Würzer</span>
In Berlin-Mitte ist am Donnerstag ein Haus besetzt wordenJulian Würzer

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