Geografische Schwächen: AfD wirbt mit Foto vom Matterhorn

Aktuell wirbt die AfD mit ihrem „Programm für Deutschland“ um Wähler für die kommende Bundestagswahl im September. (Symbolbild: AP Photo)

Subtile Nachricht oder unglücklicher Patzer? Der AfD-Kreisverband Nürnberg stellt sein „Programm für Deutschland“ vor – mit einem Foto des Schweizer Matterhorns.

Am 24. September findet die Bundestagswahl statt, die Parteien sind also gerade fleißig dabei, die Werbetrommel zu schlagen. Auch für die AfD läuft der Wahlkampf auf Hochtouren, unter anderem postet die Partei Ausschnitte ihres Wahlprogramms in den sozialen Medien. Dabei scheint ihr nun jedoch ein kleiner Fehler unterlaufen zu sein.

Unter dem Titel „Unser Programm für Deutschland“ wirbt der AfD-Kreisverband Nürnberg unter anderem für eine bessere ärztliche Versorgung in ländlichen Regionen. „Hol dir dein Land zurück“ steht dabei auf einem Bild, das der Verband Anfang der Woche via Twitter und Facebook teilte. Dumm nur: Auf dem Foto sieht man nicht etwa eine deutsche Landschaft, sondern das Schweizer Matterhorn.

Will die AfD auch bei der ärztlichen Versorgung in der Schweiz helfen? Dieser Matterhorn-Post sorgt für Spott. (Bild: Screenshot Twitter/ AfD Nürnberg)

Mittlerweile wurde der Tweet gelöscht. Aber längst war der Fauxpas den Social-Media-Usern aufgefallen und hat für viel Spott und Hähme gesorgt. „Hol’ Dir Dein Land zurück“ – und dann Bild vom Matterhorn? Ihr hättet nicht mal die zweite Klasse der Baumschule gepackt“, twitterte etwa Michael Bermeitinger, Redakteur der „Allgemeinen Zeitung“ in Mainz. „Im roten Kreis steht ‘Hol’ dir dein Land zurück’. Das heißt, die AfD möchte die Schweiz in Deutschland eingliedern bzw. annektieren?“, wunderte sich ein anderer User. „Ich bin mir sehr sicher, dass die Schweizer sich gern selbst um ihre ärztliche Versorgung auf dem Land kümmern wollen“, kommentierte eine weitere Nutzerin.

Die AfD scheint derweil zu ihrer Bildauswahl zu stehen: Das Foto ist nach wie vor auf den Social-Media-Kanälen der Partei zu finden. Und wer weiß, vielleicht war es ja Absicht – immerhin wünschen sich die Mitglieder eine „Volksabstimmung nach Schweizer Vorbild“.

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