Party-Randale und Gewitter - Deutschland erlebt hitzige Tage

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Abkühlung ist in Sicht: Mit Gewittern und Starkregen verabschiedet sich die erste Hitzewelle des Sommers. Ob sich damit auch die aufgeheizten Gemüter mancher Party-Gänger beruhigen?

Über Berlin blitzt es hinter dunklen Wolken.
Über Berlin blitzt es hinter dunklen Wolken.

Berlin (dpa) - Drückende Hitze, feierwütige Menschen und Corona-Maßnahmen: Diese Kombination hat in den vergangenen Tagen immer wieder für brenzlige Abende und Nächte in Deutschland gesorgt. In vielen Städten kam es zu Zusammenstößen zwischen Party-Gästen und Polizei.

Schon bald dürften die schwülen Tage mit Temperaturen von deutlich über 30 Grad vorbei sein: Mit Gewittern und Starkregen in weiten Teilen des Landes geht die erste Hitzewelle des Sommers zu Ende. Der Montag wird dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge zwar noch schwülwarm mit Höchsttemperaturen von bis zu 33 Grad im Osten. Am Dienstag liegen die Höchstwerte dann bei 20 bis 27 Grad, in Ostfriesland gar nur bei 18 Grad. Ähnlich sieht es am Mittwoch aus.

Unwetter

Am Wochenende verursachten Gewitter und Starkregen vor allem im Westen viele Einsätze der Feuerwehr. In Köln gab es nach Angaben eines Sprechers 244 witterungsbedingte Einsätze in der Nacht zum Sonntag. Hauptsächlich ging es dabei um vollgelaufene Keller. Verletzt worden sei niemand. Im Rhein-Sieg-Kreis wurde die Feuerwehr zu 120 Einsätzen in der Nacht gerufen. In Rheinland-Pfalz gerieten nach Blitzeinschlägen drei Dachstühle in Brand.

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Bei einem Tornado im südbelgischen Beauraing wurden am Samstag zudem 17 Menschen leicht verletzt. 92 Gebäude wurden beschädigt, wie die Nachrichtenagentur Belga am Sonntag unter Berufung auf die Stadtverwaltung berichtete. Bilder zeigten komplett abgedeckte Dächer, zerborstene Scheiben und kaputte Autos. Etwa zehn Wohnhäuser seien unbewohnbar, hieß es weiter. In den Niederlanden hatten Unwetter bereits zuvor erhebliche Schäden angerichtet: Westlich von Utrecht wurden am Freitag sechs Häuser so stark beschädigt, dass sie vorläufig nicht mehr zu bewohnen sind. Neun Menschen wurden verletzt. In der Region des Nationalparks Utrechtse Heuvelrug wurden zudem Tausende Bäume umgeknickt.

Partys und Krawalle

Ohne Clubs und Diskotheken findet das Partyleben derzeit vor allem auf den Straßen und in den Parks statt. Bis zu 7000 Menschen hielten sich in der Nacht zum Sonntag allein im Hamburger Stadtpark auf und feierten dort. Nach Polizeiangaben war die Lage aber nicht so angespannt wie in der Nacht zuvor, als Beamte den Stadtpark räumten. Ab dem frühen Samstagabend hätten sich die Menschen im Park versammelt, im Laufe des Abends sei die Stimmung aggressiver geworden. Demnach wurde Pyrotechnik gezündet, es flogen vereinzelt Flaschen. In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern trafen sich Feierlustige zu unangemeldeten Techno-Partys.

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Auch in der Innenstadt von Augsburg feierten am Abend des deutschen Siegs beim EM-Spiel gegen Portugal Hunderte Menschen. Die Polizei löste die Party auf. Bei dem Einsatz, der sich über Stunden hinzog, wurden mehrere Menschen verletzt. Viel Alkohol habe zu aufgeheizten Gemütern und einer zunehmend aggressiveren Stimmung geführt. Angesichts der nächtlichen Outdoor-Partys forderte der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband erneut die Öffnung von Clubs und Diskotheken.

Waldbrände

Von Tag zu Tag steigt vielerorts die Gefahr von Waldbränden. Bei dem bisher größten Brand in Brandenburg seit Beginn der Saison kämpften Feuerwehrleute auf einer Fläche von etwa zehn Hektar bei Bötzow nordwestlich von Berlin gegen die Flammen. Vielerorts galt in Brandenburg am Samstag nach Angaben des Umweltministeriums landesweit die höchste Gefahrenstufe fünf. Auch in Mecklenburg-Vorpommern brannte es in einem Waldstück. Die nahe gelegene Autobahn 14 zwischen dem Kreuz Schwerin und Ludwigslust wurde gesperrt.

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