Werbung

Godzilla, Kong und ein neuer Kampf der Titanen: Das sind die Kino-Highlights der Woche

Mit
Mit "Godzilla x Kong: The New Empire" wird das neue Monsterverse-Franchise um einen fünften Film ergänzt. (Bild: 2024 Warner Bros. Entertainment)

Godzilla und King Kong gemeinsam auf der großen Leinwand, das hatten wir ja schon. 2014 wurde mit "Godzilla" ein neues Monsterverse-Franchise ins Leben gerufen, nach mehreren weiteren Einzelfilmen für die Monsterechse und den Monsteraffen kam es dann 2021 in "Godzilla vs. Kong" zum ultimativen Kräftemessen. Erst wurde bildgewaltig gegeneinander gekämpft, dann gemeinsam gegen Mechagodzilla, und am Ende schien das Gleichgewicht der Dinge irgendwie wiederhergestellt. Man hätte die Sache damit recht sauber zu einem Abschluss führen können. Jetzt wird das Monsterverse aber doch noch um einen fünften Film ergänzt. Das neueste Kaiju-Spektakel heißt "Godzilla x Kong: The New Empire".

Außerdem neu im Kino: In "Immaculate" wird ein Besuch im Kloster zur Hölle auf Erden, und mit "Andrea lässt sich scheiden" präsentiert der österreichische Filmemacher Josef Hader seine zweite Regiearbeit.

Godzilla x Kong: The New Empire

Schon lange vor dem Start von "Godzilla vs. Kong" spielten die Kreativen im Hintergrund mit dem Gedanken, weitere Fortsetzungen der Monsterverse-Reihe auf den Weg zu bringen. Als der letzte Film dann zu einem der kommerziell erfolgreichsten der Corona-Zeit avancierte, wurde es schnell konkret mit dem fünften Teil. Inszeniert wurde "Godzilla x Kong" von Adam Wingard, der auch schon bei "Godzilla vs. Kong" Regie führte. Das Drehbuch stammt diesmal von Simon Barrett, Terry Rossio und Jeremy Slater.

Wie kann man diese Geschichte nach dem bereits abgehakten Showdown zwischen Godzilla und King Kong noch sinnvoll weiterführen? Ganz leicht taten sich die Macher mit der Fortsetzung der Erzählung scheinbar nicht, das offenbaren schon die zwischenzeitlichen Arbeitstitel dieses Projekts. Erst war es "Son of Kong", dann "Origins" ("Ursprünge") und später schlicht "Godzilla and Kong". Die Idee vom Baby-Kong hat sich gehalten, immerhin. Schon in den Trailern zu "Godzilla x Kong" tauchte eine knuffige Mini-Version von King Kong auf. Aber der ist natürlich nicht die große Bedrohung in dieser Blockbuster-Produktion.

"Wir haben ein Signal entdeckt", erklärt die Wissenschaftlerin Dr. Andrews (Rebecca Hall), eine von mehreren wiederkehrenden menschlichen Figuren aus dem letzten Film. "Kong, Godzilla, sie spüren es auch. Etwas kommt auf uns zu - etwas, vor dem sogar sie sich fürchten." Später wird konkretisiert: "Das ist nicht nur ein Signal. Es ist ein Aufruf zum Krieg." Heißt: noch größere, noch gemeinere, noch monströsere Gegner für Godzilla und Kong. Und, wie immer, jede Menge Zerstörung (unter anderem werden diesmal alte ägyptische Pyramiden in ihre Einzelteile zerlegt).

In den USA lief "Godzilla x Kong: The New Empire" bereits an Karfreitag in den Kinos an, hierzulande erfolgt der Start erst nach den Oster-Feiertagen. Die meisten Kritiker urteilten bislang eher verhalten und ernüchtert. Die ersten Publikumsreaktionen fallen aber deutlich besser aus. Nach dem Startwochenende hat "Godzilla x Kong" bereits knapp 200 Millionen Dollar eingespielt (bei einem Budget von etwa 135 Millionen Dollar). Gut möglich also, dass die Geschichte von King Kong und Godzilla auch nach dieser Schlacht um ein "neues Imperium" noch nicht endgültig vorbei ist.

Immaculate

Nonnen und Priester, Klöster und Kirchen: Ist das der Stoff, aus dem moderne Albträume gemacht sind? Es scheint fast so. Horrorgeschichten über grausige Exorzismen waren zuletzt wieder sehr beliebt auf der Leinwand, und dank "The Nun" gehört die Figur der Ordensschwester zu den unheimlichsten Schauergestalten der zeitgenössischen Populärkultur. Auch in dem neuen Gruselschocker "Immaculate" liegt nicht mehr als ein Gang zur Beichte zwischen göttlichem Licht und teuflischer Finsternis. In der Hauptrolle: Hollywood-Aufsteigerin Sydney Sweeney ("Madame Web").

Die Geschichte beginnt ganz fromm. Cecilia (Sweeney), eine junge Amerikanerin, verschreibt sich nach einem Nahtoderlebnis dem Leben mit Gott und verlässt bald darauf ihre Heimat, um in ein Kloster in Italien zu ziehen. Man bereitet ihr dort einen herzlichen Empfang, doch dann wird sie, obwohl unbefleckt, plötzlich schwanger. Wie kann das sein? Cecilia versteht die Welt nicht mehr, Pater Tedeschi (Álvaro Morte) hingegen erklärt: "Es ist ein Wunder!"

Ist das, was die junge Frau da in sich trägt, etwas Heiliges? Oder ist es das genaue Gegenteil? So oder so, mit der Schwangerschaft hinter Klostermauern beginnt für Cecilia ein fürchterliches Martyrium, bei dem auch Rosenkranz und "Vater unser" nicht mehr weiterhelfen. Lärm und Gekreisch, besessene alte Nonnen, abscheuliche dunkle Geheimnisse und dann viel Blutvergießen: Regisseur Michael Mohan und Drehbuchautor Andrew Lobel geben sich alle Mühe, den Aufenthalt im Konvent so qualvoll wie möglich zu gestalten. Für Cecilia, die kam, um Gott zu finden, wird es die Hölle auf Erden.

Andrea lässt sich scheiden

Eine Polizistin und ein Polizist stehen irgendwo in Niederösterreich mit Lasermessgerät auf einem Feld, und weil sie beim Blitzen so dermaßen gelangweilt sind, unterhalten sie sich ein wenig über das Leben. Warum feiert man eigentlich Geburtstage? Na ja, man feiert eben, dass man jetzt ein Jahr älter ist "und dass'd ned gstor'm bist in dem Joar". Wem die Szene bereits ein Schmunzeln entlockt, dem dürfte auch der Rest von Josefs Haders neuem Film "Andrea lässt sich scheiden" gefallen.

Hader ist bekannt für seinen schwarzhumorigen, zuweilen fast grimmigen Blick auf das Leben. Und wenn eine Figur so richtig kaputt ist, dann wird sie für ihn erst interessant. In seiner ersten Regiearbeit "Wilde Maus" (2017) erzählte Hader von einem Wiener Musikkritiker, der seinen Job verliert und dann in eine schlimme Abwärtsspirale gerät, bis zu dem Punkt, an dem er seinen alten Chef ermorden will (und scheitert). Auch in Haders zweitem Film, "Andrea lässt sich scheiden", blickt der Regisseur und Autor mit lakonischem Witz in tiefe menschliche Abgründe. Und wir lernen: Geburtstage feiern und dann sterben, das geht manchmal viel schneller als man denkt.

Im Zentrum der Tragikomödie steht Polizistin Andrea (Birgit Minichmayr), die sich erst kürzlich von ihrem Mann Andy (Thomas Stipsits) getrennt hat und jetzt eine neue Stelle in St. Pölten annehmen möchte. Auf einer Geburtstagsfeier im Dorf kommt es zum Streit zwischen den beiden, und als Andrea hinterher mit dem Auto nach Hause fährt, knallt es in einem unachtsamen Moment plötzlich. Der Andy, ausgerechnet, tot. In ihrer Not begeht Andrea Fahrerflucht. Und dann wird es schräg. Am nächsten Tag taucht Franz (Hader) auf, ein alkoholkranker Lehrer, der behauptet: Er hat den Andy totgefahren. Das Schicksal muss es wohl irgendwie doch gut meinen mit Andrea. Oder auch nicht...