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Hidden Headlines: Giftiger Skorpion nistet sich unbemerkt im Koffer ein

Kuriose Meldungen weltweit

Irland bewirbt sich auf Tourismus-Webseiten mit einem Mangel an gefährlichen Wildtieren. Umso größer ist das Pech, wenn man versehentlich einen hochgiftigen Skorpion von einer Reise mitbringt.

Dickschwanzskorpione sind in afrikanischen Ländern ansässig - in Irland würde man keinen davon vermuten (Symbolbild: Getty Images)
Dickschwanzskorpione sind in afrikanischen Ländern ansässig - in Irland würde man keinen davon vermuten (Symbolbild: Getty Images)

Von Krokodilen im Hühnerstall bis hin zu Schlangen in der Unterwäscheschublade: In Australien ist es nicht ungewöhnlich, giftige oder tödliche Tiere an unerwarteten Orten vorzufinden. In Irland hingegen kann man höchstens von Stechmücken zu Tode genervt werden: Wie eine Reise-Website schreibt, gibt es dort keine gefährlichen Haie, keine Schlangen und auch keine Skorpione - es sei denn, man schleppt sie unwissentlich im Koffer ein.

So geschehen nun in Wicklow, wo eine Frau sich zwei Wochen unfreiwillig ein Schlafzimmer mit einem giftigen Skorpion teilte. Wie der Zoobesitzer James Hennessy der Radiosendung RTE Morning Ireland erzählte, hatte die Dame nach einer Kenia-Reise ihren Koffer ausgepackt und diesen zunächst im Schlafzimmer liegen lassen. Als sie ihn Wochen später verstauen wollte, entdeckte sie das Spinnentier, das sich seelenruhig unter dem Koffer versteckt hatte.

Es handelte sich dabei um einen Dickschwanzskorpion, der Hennessy zufolge Menschen zwar nicht töten kann, aber zu den giftigsten Skorpionen der Welt gehört und mit einem Stich Atemnot, Schwellungen und starke Schmerzen auslösen kann.

Skorpion-Dame überlebte dank Fußbodenheizung - und bekommt nun einen Platz im Zoo

Laut Hennessy, dessen Reptilienzoo in Kilkenny auf den Plan gerufen wurde, ist die versehentliche Einführung einer derart fremden Spezies - 6000 Kilometer hat der kleine Skorpion zurückgelegt - nicht alltäglich, komme aber "öfter vor, als man denkt". Meist handele es sich dabei um Geckos, aber auch Skorpione habe er schon öfter gesehen.

Viele Tiere würden die Strapazen der Reise gar nicht erst überleben. "Sie leiden an Wassermangel, werden im Gepäck herumgeworfen und müssen es dann noch im schlechten Luftdruck im Gepäckraum aushalten", erklärt der Experte. Sie würden also schon ramponiert im Gastland ankommen und dort dann Bedingungen vorfinden, die ihrem Lebensraum nicht entsprechen.

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Das von der Kenia-Touristin eingeschleppte Exemplar ist ebenfalls wärmeres Klima gewohnt, dank der Fußbodenheizung bei seiner unfreiwilligen Wirtin konnte der Skorpion - bei dem es sich übrigens um ein Weibchen handelt - aber mit wenig größerem Schaden als etwas Dehydration überleben.

Nun darf die Skorpion-Dame den Rest ihrer Tage in der Gifttier-Abteilung von Hennessys National Reptile Zoo verbringen.

Hennessy rät allen Menschen, die in weit entfernte Länder mit anderem Klima und abweichender Tierwelt reisen, Schuhe, Kleidung und vor allem Gepäck gründlich auf exotische Tiere abzusuchen. Wer etwas findet, sollte sich schnell an Wildtier-Anlaufstellen wenden - im besten Fall hat die Geschichte wie bei dem kleinen Skorpion ein Happy End für alle Beteiligten.

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