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Hidden Headlines: Neuer "Saw"-Film sorgt für Polizeieinsatz

In Hollywood alarmierten Nachbarn die Polizei, weil sie sicher waren: Nebenan wird ein Mensch gefoltert. Die Schreie des Opfers waren aber nicht echt, sondern Teil der Handlung von "Saw X".

Sezene aus dem zehnten teil der Horrorreihe
Szene aus dem zehnten Teil der Horrorreihe "Saw": Paulette Hernandez spielt eines der Opfer des Serienmörders Jigsaw. (Bild: ddp/Capital Pictures)

Das ist eine der Qualitäten des Films: Er kann die Wirklichkeit täuschend echt nachahmen. Mitunter allzu täuschend, wie ein skurriler Vorfall in Hollywood zeigt. Dort hatten Nachbarn die Polizei verständigt, weil sie dachten, nebenan werde ein Mensch gefoltert. Weit gefehlt, ein Cutter hatte nur am neuen Teil der Horrorfilm-Reihe "Saw" gearbeitet.

Über die "ziemlich lustige Geschichte" sprach der Regisseur von "Saw X", Kevin Greutert, mit dem Magazin NME. Demnach hatte Cutter Steve Forn in seinem Büro in Hollywood am Sound Design einer besonders blutrünstigen Szene des Folterschockers gefeilt, als es plötzlich an der Tür läutete. Die Polizei war von Nachbarn alarmiert worden, die die Schreie eines Filmopfers für bare Münze nahmen.

Kein Folterknecht, sondern "sanftmütiger" Cutter

"Wir haben ein Video von der Türklingel", sagt Greutert, "auf dem zu sehen ist, wie die Polizisten ankommen und [via Sprechanlage zu Forn] sagen: 'Die Nachbarn haben angerufen und gesagt, dass hier jemand zu Tode gefoltert werde.' Darauf sagte er: 'Eigentlich arbeite ich nur an einem Film. Sie können reinkommen und sich vergewissern, wenn Sie wollen.' Die Cops fingen an zu lachen und meinten: 'Das würden wir gerne tun, aber wir glauben Ihnen schon.'"

Tobin Bell als Serienmörder Jigsaw in
Tobin Bell als Serienmörder Jigsaw in "Saw VI". (Bild: ddp/Capital Pictures)

Das sei "eine ziemlich lustige Geschichte", meint Greuert – zumal Cutter Forn ein so "sanftmütiger" Mensch sei. "Ich kann mir vorstellen, wie er geschaut hat, als er merkte, was los war."

Folterspiele gehen in nächste Runde

"Saw X" ist Ende September in vielen Ländern erschienen, in Deutschland startet der Horrorfilm am 30. November in den Kinos. Die Handlung ist nach dem ersten Teil der Reihe angesiedelt. Erzählt wird, wie John Kramer (Tobin Bell) zu dem wurde, als den ihn die Zuschauer seit 2004 kennen: einem skrupellosen Mörder, der seine Opfer in sadistischen Spielen und mit Hilfe von Foltermaschinen tötet.

Kramer will sich in Mexiko von seiner Krebserkrankung heilen lassen, die vermeintliche innovative Behandlung stellt sich jedoch als Betrugsmasche heraus. Maßlos enttäuscht sinnt Kramer auf Rache. Er zieht die Verantwortlichen zur Rechenschaft, indem er sie zu Teilnehmern tödlicher Folterspiele macht. Es ist die Geburtsstunde Jigsaws, wie der Serienkiller bald in der Öffentlichkeit genannt wird.

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