Horror für die ARD Mediathek: ARD Degeto verleiht erstmals den "Killerstories Series Award"

ARD-Degeto-Geschäftsführer Thomas Schreiber (links) beglückwünschte (von links) Valentin Burkhardt, Arvid Klapper ("Kaltes klares Wasser") und Josy Scheffler ("Sidonia") zum "Killerstories Series Award"), den sie von Carolin Haasis und Johannes Hauer verliehen bekamen. (Bild: ARD Degeto / Petra Stadler)
ARD-Degeto-Geschäftsführer Thomas Schreiber (links) beglückwünschte (von links) Valentin Burkhardt, Arvid Klapper ("Kaltes klares Wasser") und Josy Scheffler ("Sidonia") zum "Killerstories Series Award"), den sie von Carolin Haasis und Johannes Hauer verliehen bekamen. (Bild: ARD Degeto / Petra Stadler)

Zum Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe "Degeto Campus" hat die ARD Degeto einen neuen Preis verliehen: Der "Killerstories Series Award" ging an zwei Horrorserien, die nun für die ARD Mediathek produziert werden sollen.

Im Konkurrenzkampf der linear geprägten Fernsehsender mit den Streamingdiensten liegt der Fokus schon länger auf den jüngeren Zielgruppen. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, hat die ARD Degeto einen neuen Nachwuchspreis ins Leben gerufen: Der "Killerstories Serial Award" wurde am Donnerstag zum Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe "Degeto Campus" in München verliehen. Knapp 100 Serienkonzepte aus den Bereichen Mystery, Horror und Suspense wurden eingereicht. Am Ende fiel die Wahl auf die Horrorserien "Sidonia" von Josy Scheffler und "Kaltes klares Wasser" von Arvid Klapper und Valentin Burkhardt.

"Sprachlich brillant, psychologisch genau und atmosphärisch dicht erzählt das Konzept 'Sidonia' eine Geschichte über Verlust, Identität und Vergebung mit einer raffiniert gebauten Paranormalie", heißt es in der Jurybegründung unter der Schirmherrschaft von Star-Regisseur Christian Schwochow ("Der Turm"). Die Charaktere würden Fragen aufwerfen und die Ebenen "zwischen Realität und nicht greifbaren Welten" fantasievoll vermischen.

Auch in "Kaltes, klares Wasser" ist der Horror vielfältig zu spüren: "ein See, der plötzlich da ist und ein gewaltiges Eigenleben zu haben scheint, und Bewohner, deren seelische Auseinandersetzung mit sich selbst und ihrer Vergangenheit untrennbar mit der Gegend in der ost-deutschen Provinz verbunden ist." Beide Serien sollen nun für die ARD Mediathek produziert werden.

Mehr Autorinnen auf den prominenten Sendeplätzen

Der Impuls Preis, der seit 2014 verliehen wird und sich auf den Sendeplatz "Endlich Freitag im Ersten" konzentriert, stand in diesem Jahr unter dem Motto "Diversität". Ausgezeichnet wurde das Exposé "Jaqueline" von Madeleine Hartung und Julia Schubeius von der Akademie Baden-Württemberg. Erzählt wird die Geschichte einer Kleinwüchsigen, die sich auf die Suche nach ihrer eigenen Identität begibt. Das Thema, sagten die beiden Frauen bei der Verleihung, habe sie seit ihrem ersten Studienjahr begleitet.

Der Geschäftsführer der Degeto, Thomas Schreiber, unterstrich die Bedeutung der Nachwuchspreise in seiner Rede: "Wenn wir die ARD-Streamingplattform für jüngere Zielgruppen attraktiv machen wollen, brauchen wir Content, den diese auch schauen möchten." Daran anschließend soll sich auch die neue Veranstaltungsreihe "Degeto Campus" auf den Filmnachwuchs, aber auch auf aktuelle gesellschaftliche Themen wie Inklusion und Geschlechtergerechtigkeit konzentrieren.

Zu der Auftaktveranstaltung in München waren deshalb ausschließlich junge Autorinnen geladen, die sich und ihre Stoffe in mehreren Schnellvorstellungsrunden den anwesenden Redakteurinnen und Redakteuren von ARD und ARD Degeto vorstellen durften. Ziel ist es, die Präsenz von Autorinnen auf den prominenten Sendeplätzen der ARD zu stärken.

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