Der Journalist, der den Brexit vor 30 Jahren kommen sah, hat eine neue überraschende Theorie

John Stanley Hunter
Margaret Thatcher

Als der Grundstein für den Brexit gelegt wurde, hatte das Vereinigte Königreich eine Frau als Premierministerin und die USA einen Präsidenten, dessen Motto „Make America Great Again“ war: Am 20. September 1988 hielt Margaret Thatcher eine Rede im belgischen Brügge, die für den Austritt ihres Landes aus der EU den Grundstein legte. Die Premierministerin sprach von einem „Europäischen Superstaat, der eine Dominanz über das Vereinigte Königreich aus Brüssel“ ausüben würde.

Margaret Thatchers „öffentliche Kriegserklärung“ an die EU

Der britische Journalist John Palmer kommentierte damals in einem vielbeachteten Artikel im „Guardian“: „Thatcher sets face against united Europe“ („Thatcher stellt sich gegen ein vereintes Europa“). Heute, 30 Jahre später, treten die Briten tatsächlich aus der EU aus. 

Der Business Insider hat mit Palmer über die jüngsten politischen Entwicklungen gesprochen. Der Journalist bewertet die damalige Rede Thatchers als eine „öffentliche Kriegserklärung“ an die EU — vor allem, um einem eher progressivem Trend im eigenen Land entgegenzuwirken.

„Die EU wurde ursprünglich aus wirtschaftlichen Gründen ins Leben gerufen, wurde aber im Laufe der Zeit mehr und mehr politisiert“, so Palmer. Von den versprochenen Vorteilen durch die EU spürten die Briten also seiner Meinung nach nichts, wohl aber von politischen Regularien wie einer Migrationspolitik. Thatcher versuchte daher, den rechten Flügel politisch an sich zu binden, um ihre Positionen zu stärken. Von der EU wollte sie sich nicht untergraben lassen.

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