Katze im Schnee fast eingefroren – so konnten Ärzte das Tier retten

Katzen halten sich in der Regel eher ungern im Schnee auf. (Symbolbild: Getty Images)

In Kalispell im US-Bundesstaat Montana bewegen sich die Temperaturen derzeit im zweistelligen Minusbereich. Teilweise knackt das Thermometer sogar die Minus-20-Grad-Marke – eine Herausforderung für Mensch und Tier. Wie sehr die Kälte besonders Vierbeinern zusetzen kann, beweisen nun erschütternde Fotos einer Katze, die eine Tierklinik aus der Kleinstadt auf ihrer Facebook-Seite geteilt hat.

“Großartiger Erfolg und Überlebensgeschichte dieser Woche. Kunden haben ihre verletzte Katze im Schnee begraben gefunden. Sie brachten sie zu uns, verfroren und bewusstlos. Ihre Temperatur war sehr niedrig, aber nach vielen Stunden erholte sie sich und ist jetzt wieder komplett normal. Fluffy ist wunderbar!”

Auf den Fotos der Animal Clinic of Kalispell ist zu sehen, wie die langhaarige Katze bei ihrer Einlieferung mit Schnee und Eis überzogen ist. Mitarbeiter der Tierklinik trocknen sie mithilfe eines Föns. Nach dem Aufpäppeln ist ihr Fell wieder flauschig und macht dem Namen “Fluffy” alle Ehre.

Körpertemperatur bei Einlieferung nicht messbar

“Diese mürrischen Katzen sind Überlebenskünstler”, zitiert die “New York Post” den Tierarzt Dr. Jevon Clark. Die dreijährige Katze sei auch mit Infusionen behandelt worden. Bei ihrer Einlieferung sei die Körpertemperatur so niedrig gewesen, dass das Thermometer sie nicht mal bestimmen konnte. Weil “Fluffy” schon immer ein Freigänger gewesen sei, nimmt er an, dass ihr etwas passiert sein müsse. “Entweder fiel etwas auf sie, oder sie fiel selbst, oder etwas jagte sie und sie verletzte sich”, so Dr. Clark.

Unter dem Facebook-Post der Tierklinik werden vermehrt Stimmen laut, die sich dafür aussprechen, Katzen im Winter im Haus zu behalten. “Ich hoffe, die Besitzer machen sie nun endlich zu einer Indoor-Katze”, schreibt ein Facebook-Nutzer. “Wer auch immer sie rausgelassen hat, sollte selber draußen bleiben”, findet ein anderer.

Katzenbesitzer sollten sichergehen, dass ihre Tiere bei kalten Temperaturen jederzeit wieder ins Haus zurückkehren können. (Symbolbild: Getty Images)Das Portal “Einfach tierisch” schreibt, dass die meisten Katzen bei klirrender Kälte nicht gern nach draußen gehen. Selbst leidenschaftliche Freigänger bleiben demnach am liebsten im Warmen. Einige Katzen würde es aber trotzdem nach draußen ziehen, um ihr Revier zu verteidigen. Besitzer sollten ihnen kleine Häuschen im Garten bereitstellen und sichergehen, dass sie durch eine Katzenklappe jederzeit wieder ins Warme kommen können. Eine Extraportion Futter sorge außerdem für wärmenden Winterspeck.