Kommentar: Es gibt viel Arbeit für die Eisbären

Der Berliner Eishockeyklub muss seine Mannschaft nach dem Halbfinal-Aus gegen München radikal verändern, meint Marcel Stein.

Das einfachste Fazit ist schnell gezogen. Bis ins Halbfinale haben es die Eisbären geschafft, sie gehören zum ersten Mal seit vier Jahren zu den besten vier Eishockey-Mannschaften Deutschlands. Das ist ein Fortschritt, darauf darf die Klubführung ruhig anstoßen und das ein bisschen genießen. Allerdings nur kurz. So versöhnlich das Ende der Saison sein mag, es darf nicht den Blick verstellen auf die Probleme, die jetzt auf die Tagesordnung kommen müssen.

Natürlich kann nach diesem Endspurt niemand mehr behaupten, dass alles schlecht sei bei den Berlinern. Oft bekamen die Verantwortlichen ja genau das zu hören, und dass man auf dem Weg ins Mittelmaß sei. Das Saisonende widerspricht diesem Trend, nicht an allem waren die Verantwortlichen schuld. Einfach zu groß und zu lang war die Verletzungsmisere, um sie ohne Schaden zu überstehen. Mit der Rückkehr der Spieler und guten Zukäufen durfte die Chefetage für sich reklamieren, doch passable Arbeit geleistet zu haben. Sich diesem Gefühl der Genugtuung hinzugeben, wäre nun jedoch ein gefährliches Spiel.

Starke Führungsspieler dringend gesucht

Geschäftsführer Peter John Lee und Sportdirektor Stefan Ustorf schienen bei allem Pech in der Hauptrunde trotzdem des Öfteren erschrocken über die Leistungen der Mannschaft. Sie kamen zu der Auffassung, dass größere Veränderungen nötig seien. Dass selbst Vertragsauflösungen kein Tabu mehr sein dürften. Vor ihrer eigenen Analyse sollten sie jetzt nicht die Augen verschließen. Denn eines ist klar. Die...

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