Kommunisten und Impfgegner: Wahlüberraschungen in Österreich

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Die Regional- und Lokalwahlen in Österreich haben mehrere Überraschungen gebracht. Kommunisten und Kritiker der Corona-Maßnahmen haben eine bedeutende Zahl an Wählerstimmen bekommen.

In Graz hat die KPÖ, die Kommunistische Partei Österreichs, mit rund 29 Prozent die Mehrheit der Stimmen für sich reklamiert. Das überrascht Beobachter, obwohl die KPÖ gerade in Graz traditionell stark ist. Ein Grund für die Popularität der KPÖ ist ihre Service-Orientierung: Abseits von hochpolitischen Diskussionen versucht die KPÖ, Bürgern unbürokratisch unter anderem beim Thema Wohnungsnot zu helfen, und das auch außerhalb der Wahlkampfzeit. Der bisherige Bürgermeister Siegfried Naglvon der konservativen ÖVP trat zurück. Zuletzt hatte er gemeinsam mit der rechten FPÖ regiert. Wie eine künftige Stadtregierung aussehen kann, war zunächst nicht klar.

Ein großes Maß an Unzufriedenheit scheint die Wähler in Oberösterreich bewegt zu haben. Dort konnte die MFG mit mehr als 6 Prozent problemlos in den Landtag einziehen. Die Partei "Menschen-Freiheit-Grundrechte" vertritt Impfskeptiker in der Corona-Krise. Bezeichnend: Oberösterreich hat die niedrigste Impfquote und die höchste Covid-Inzidenz aller österreichischen Bundesländer.

Die konservative ÖVP von Landeschef Thomas Stelzer verteidigte ihren ersten Platz mit etwa 37,6 Prozent. Die rechte FPÖ, die derzeit mit der ÖVP regiert, musste schwere Einbußen hinnehmen. Vor sechs Jahren votierten noch 30,36 Prozent für die Blauen, am Sonntag waren es nur 19,8 Prozent.

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