Kreuzberg: In die Wrangelstraße dürfen nur noch Anlieger hinein

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Berlin. Seit einigen Tagen muss der Autoverkehr draußen bleiben: In einem jahrelangen Streit zwischen der Bürgerinitiative für einen autofreien Wrangelkiez und Bewohnern sowie Gewerbetreibenden, die das ablehnen, hat Friedrichshain-Kreuzberg den Bereich jetzt überraschend zu Anliegerstraßen erklärt.

Wer nicht Anwohner, Lieferant oder Besucher ist, soll nicht hineinfahren. Ladenbesitzer wie Ralf Ruthsatz vom Plattengeschäft „Silver Disc“ sind verärgert, nicht befragt worden zu sein. Zudem ist für den 50-Jährigen klar: „Der nächste Schritt des Bezirks ist, die Wrangelstraße ganz für Autos zu sperren.“

Lara Svabo, 42, ist Mitgründerin der Initiative Autofreier Wrangelkiez. Sie stören Autofahrer, die in der verkehrsberuhigten Zone nicht das Schritttempo einhalten sowie Zweite-Reihe-Parker, die für fast ständige Staus sorgen und die daraus folgende Gefährdung von Kindern im Kiez. „Uns geht es, verkürzt gesagt, um mehr Aufenthaltsqualität“, sagt sie. Mit Pollern wurde 2019 zumindest der Durchgangsverkehr zwischen Kreuzberg und Treptow reduziert.

Wrangelstraße in Kreuzberg: „Es hat sich nichts geändert“

Die Anordnung einer Anliegerstraße sieht sie als Test der Behörden, die parallel eine Machbarkeitsuntersuchung zu einer sogenannten „verkehrlichen Neuordnung des Wrangelkiezes“ angestoßen haben. Der Bezirk selbst nennt dagegen als Grund für die Anliegerstraßen die Bauarbeiten am Schlesischen Tor und dem Bahnverlauf, weshalb Autofahrer kurzerhand durch den Wrangelkiez fahren würden.

Allerdings, un...

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