Kriminalstatistik 2016: De Maizière spricht von einer „Verrohung unserer Gesellschaft“

Bei Mord und Totschlag wurde bundesweit ein Plus von 14,3 Prozent registriert.

„Hier ist etwas ins Rutschen geraten“, sagt Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Wer solche Worte wählt, will ein Signal setzen. Der Politiker spricht bei der Vorstellung der polizeilichen Kriminalstatistik in Berlin von der „Verrohung unserer Gesellschaft und ihren Folgen“.

Sie, so erklärt er, zeige sich nicht nur in der Sprache – etwa im Internet oder in gewachsener Respektlosigkeit im Umgang –, sondern auch in der Kriminalität. Und zwar sowohl in jener im Alltag oder auch der in der politisch motivierten Kriminalität.

„Licht und Schatten“

Wie aber passt das damit zusammen, dass de Maizière gleichzeitig verkündet, die Zahl der in Deutschland verübten Straftaten sei im vergangenen Jahr im Wesentlichen gleichgeblieben und nicht gestiegen? „Und das bei deutlich mehr Einwohnern“, wie der Minister hinzufügt. Dass also trotz Zuwanderung die Zahl der registrierten Straftaten stabil geblieben ist, nennt de Maizière erfreulich.

In konkreten Zahlen bedeutet das: Rund 6,37 Millionen Straftaten hat die Polizei im Jahr 2016 festgestellt – das sind 0,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Anzahl der Straftaten ohne ausländerrechtliche Verstöße sank gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozent auf jetzt 5,9 Millionen Fälle.

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