Kroos über Gehaltsverzicht: "Wie eine Spende ins Nichts"

Sportinformationsdienst

Nationalspieler Toni Kroos hält in der Coronakrise einen Gehaltsverzicht nicht für den Königsweg. Er hat eine andere Theorie.

Kroos über Gehaltsverzicht: "Wie eine Spende ins Nichts"

"Was ich besser finde ist, schon das volle Gehalt zu bekommen, aber dann mit dem Gehalt vernünftige Sachen zu machen und links und rechts zu helfen", sagte der 30 Jahre alte Mittelfeldspieler von Real Madrid im SWR-Podcast "Steil extra!": "Es gibt viele Stellen, wo es nötig ist."

Der Weltmeister von 2014 erklärte weiter: "Auf das Gehalt zu verzichten, ist wie eine Spende ins Nichts oder an den Verein, wobei es hier nicht nötig ist." Dennoch sei es für ihn aus Spielersicht "grundsätzlich natürlich eine Option, darüber nachzudenken". Anders als bei den großen Rivalen FC Barcelona und Atletico Madrid wird beim spanischen Rekordmeister Real weiter das volle Gehalt gezahlt. 

Unstimmigkeiten über Gehälter: Beim FC Barcelona brodelt es

Viele Profis verzichten auf Gehalt

Viele Fußball-Stars haben ob der Coronakrise damit begonnen, auf große Teile ihres Gehalts zu verzichten. Dies geschieht auch in der Befürchtung, dass diverse Klubs die Gehälter angesichts der ausfallenden Einnahmen an den Spieltagen sowie den fraglichen Einnahmen durch die TV-Verträge einer Pleite entgegensteuern.

Auch Real Madrid investiert einen großen Teil seines jährlichen Budgets in die Spielergehälter. Offenbar können die Königlichen damit aber bislang besser umgehen als andere Vereine - der FC Barcelona scheint nach aktuellen Medienberichten auf große finanzielle Probleme zuzusteuern.

Toni Kroos selbst ist seit vielen Jahren in diversen sozialen Projekten involviert. Sein aktuelles Einkommen wird auf etwa 20 Millionen Euro im Jahr geschätzt.

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