Corona-Pandemie: Kultursenator Lederer: „Es gibt auch Kulturfreiheit!“

·Lesedauer: 1 Min.

Berlin. Wie die Gastronomie zählt auch die Kultur zu den Hauptbetroffenen der aktuellen Corona-Einschränkungen. Viele Einrichtungen und Künstler stehen vor dem Aus. Über den aktuellen Zustand der Berliner Kunstszene und Wege aus der Krise sprach Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) mit der Berliner Morgenpost.

Berliner Morgenpost: Herr Lederer, drei Wochen des zweiten Lockdowns liegen hinter uns. Sie haben sich gegen erneute Schließungen im Kulturbetrieb gewehrt. Wie ist die Lage in der Kultur?

Klaus Lederer: Ich habe mich nicht gegen Schließungen gewehrt. Die sind vollkommen richtig und notwendig. Bei den Einschränkungen im privaten Bereich sind wir jedoch nicht weit genug gegangen: Nach allem, was wir von Covid wissen, finden Infektionen vor allem im Privaten, in geschlossenen Räumen statt, die schlecht gelüftet sind. Dem muss etwas entgegengesetzt werden. Was ich mir gewünscht hätte ist, dass vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Wirkung der Maßnahmen, vor allem für Kinder und Jugendliche, mehr Differenzierung vorgenommen wird, was, zum Beispiel, die kulturelle Teilhabe betrifft. Das ist bei den dramatischen Infektionszahlen aber nicht die zentrale Debatte. Berlin ist ein Hot-Spot – unsere vordringliche Aufgabe ist es, Infektionszahlen zu verringern und intensiv-medizinische Kapazitäten nicht an den Rand zu bringen.

Alle Nachrichten zum Coronavirus in Berlin, Deutschland und der Welt: In unserem Newsblog berichten wir über die aktuellen Corona-Entwicklungen in Berlin und B...

Lesen Sie hier weiter!