Lanxess-Arena: Broilers retten die Live-Ehre des deutschen Rock'n'Rolls

Rockstars? Drauf gepfiffen.

Die Toten Hosen sind fast 60. Rammstein veröffentlichen nur noch Kinofilme mit teutonisch-wirren Dreck- und Feuerschlachten. Es sieht düster aus. Und dann kommen die Broilers und retten vor 14000 Menschen in die Lanxess-Arena Live-Ehre und -Zukunft des Rock’n’Rolls aus Deutschland.

Das Besondere bei ihnen: Sie schaffen es sogar in einer Riesenhütte wie dieser und beim bislang größten Konzert ihrer Bandgeschichte, dieses Kumpelding aufrechtzuerhalten. Frontmann Sammy Amara erzählt von seiner Jugend im Düsseldorfer Süden, der gerade einmal 30-S-Bahn-Minuten von hier entfernt liegt. Er singt das Loblied aufs Rheinland. Er trinkt Kölsch wie Alt aus Flaschen. Er zündet – nachdem ein allzu übermotivierter Fan das zuvor schon illegal im Zuschauerraum getan hatte – das für Broilers- und Toten-Hosen-Konzerte seit jeher obligatorische Pyro-Freudenfeuerchen an. Und: Er betont glückselig ob der Euphorie, die sich da gerade vor seinen Augen mit Dreifach-Tanzkreiseln und auf den Schultern von Freunden sitzenden, Fahnen schwenkenden Fans Bahn bricht, dass er und seine Band von „umme Ecke“ kämen. Aus der Nachbarschaft.

Rockstars? Drauf gepfiffen. Rockstars feiern Dekadenz-Parties. Die Broilers feiern Familientreffen mit Songs von Nummer-Eins-Alben wie „Noir“ oder „(Sic!)“ im Punk-Gepäck. Sie haben sich damals, vor 23 Jahren, gegründet. Sie kommen aus der Szene. Und sie lassen heute, 2017, die deutschsprachige Konkurrenz ein großes Stück weit hinter sich.     

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