Bizarres All-Star-Spiel: LeBron siegt, Spott für Fergies Hymne

Martin Hoffmann, Stefan Junold
LeBron James (M.) holte sich beim NBA All-Star Game den Sieg, Fergie für ihre US-Hymne viel Spott ab

Eine eigenwillige Comedy-Show, eine eigenwillige Hymne von Sängerin Fergie und am Ende ein Sieg von Team LeBron James über Team Stephen Curry.

Das neue Format des NBA All-Star Game feierte im Staples Center von Los Angeles eine standesgemäße Premiere: Es gab viele Körbe, viele Showeinlagen und vieles, über das die Fans in den sozialen Medien zu reden hatten.

LeBron James Sieger und MVP

Am Ende gewann das von James zusammengestellte Team mit 148:145 über das seines Rivalen Curry. Die beiden Superstars durften sich ihre jeweiligen Teams nach Schulhof-Art selbst zusammenpicken, der personalisierte Showdown ersetzte das frühere Conference-Duell West gegen Ost.

James entschied das Spiel in der Schlussminute mit einem selbst versenkten Treffer und einem Assist auf Russell Westbrook. Mit 29 Punkten war das Aushängeschild der Cleveland Cavaliers auch bester Scorer der Partie. Dazu lieferte er zehn Rebounds und acht Assists, wurde dann auch zum MVP des Spiels gekürt.

 

Stephen Curry gönnt sich Popcorn

Gegenspieler Curry vom Serienmeister Golden State Warriors fiel mit nur vier Treffern bei 14 Versuchen aus dem Feld ab (11 Punkte), besser machten es in seinem Team DeMar DeRozan und Bankspieler Damian Lillard (je 21). Currys erinnerungswürdigste Szene: Er setzte sich zu Beginn der zweiten Hälfte auf die Bank und aß Popcorn.

Richtig stimmungsvoll reagierte das Event-Publikum in L.A. nicht so ganz auf die Einlagen auf dem Platz, es war ein beherrschendes Thema bei den Twitter-Zuschauern.

Für Gesprächsstoff sorgte auch das Drumherum, das nicht jeder als gelungen empfand: Die im Stil eines Comedy-Roasts gehaltene Vorstellung der All-Stars durch Schauspieler Kevin Hart vor der Partie zog sich nach dem Geschmack vieler zu sehr in die Länge.

 

Fergie legt bizarre US-Hymne hin

Für unfreiwillige Lacher sorgte dafür Popstar Fergie mit ihrer recht speziellen Interpretation der US-Nationalhymne.

Patriotische Stimmung mochte da auch nicht bei jedem Spieler aufkommen: Als die Kamera während der Darbietung bei Draymond Green hängen blieb, fing sie ihn zuerst mit weit offenem Mund, dann mit einem Lachen ein. "Wir alle sind Draymond", amüsierte sich eine Journalistin.

Ein anderer Spott-Tweet über Fergie befand, dass sie die schlechteste Hymnen-Performance aller Zeiten hingelegt hätte. Diese Ansicht bekam während des Spiels tausende "Likes" - einen davon vom Account von Stephen Curry.

Beim Dreier-Contest am Samstag hatte Devin Booker von den Phoenix Suns mit 20 von 25 getroffenen Würfen und 28 Punkten einen Rekord aufgestellt. Beim prestigereichen Dunking-Contest triumphierte Donovan Mitchell (Utah Jazz). Der Rookie erhielt gleich zweimal die Maximalausbeute von 50 Punkten.