Menschenkette rettet Badende vor dem Ertrinken

Am Panama City Beach in Florida hielten sich 80 völlig unbekannte Menschen an den Händen, um neun Badegäste vor dem Ertrinken zu retten (Bild: ddp Images)

Sie reagierten blitzschnell! Am Panama City Beach in Florida haben 80 Badegäste eine Kette ins Meer gebildet, um neun Menschen vor dem Ertrinken zu retten.

Fast hätte sich am vergangenen Samstag eine Tragödie am Golf von Mexiko ereignet. Die starke Meeresströmung trieb zwei Jungen, die mit ihren Surfbrettern im Wasser waren, weit weg vom Strand. Schnell versuchten andere Badegäste, ihnen zur Hilfe zu eilen – und befanden sich plötzlich selbst in der starken Strömung.

Tabatha Monroe und ihre Frau Brittany waren die Ersten, die die beiden acht und elf Jahre alten Jungen um Hilfe schreien hörten. Das Paar schwamm zu ihnen, hielt sich an Surfbrettern fest und versuchte, sie wieder Richtung Strand zu ziehen. Doch auch sie kamen nicht gegen die Strömung an. Ein junger Mann konnte zumindest eine der beiden Frauen mit einem Surfbrett aus dem Wasser ziehen.

Auch die Mutter der beiden Jungen, Roberta Ursrey, wollte zu Hilfe eilen. Sie wurde ebenfalls von der Strömung erfasst, die sie immer weiter in den Golf von Mexiko zog. Und auch ihr 31 Jahre alte Ehemann, ihr 27-jähriger Neffe, ihre 67-jährige Mutter und ein weiteres Paar, das im Meer badete, kämpften ums Überleben.

Die Familie und die anderen Badegäste trieben mittlerweile seit 20 Minuten im Wasser und waren bereits 90 Meter von der Küste entfernt. Dann bildete sich eine Menschenkette vom Strand aus ins Meer. Zahlreiche Badegäste verschränkten Arme und Beine ineinander, um die Ertrinkenden zu retten – mit Erfolg. Zuerst zog man die beiden Jungen aus dem Wasser, dann erreichten nach und nach die anderen Badegäste wieder den Strand. Etwa eine Stunde lang dauerte der Kampf, bis auch das letzte Opfer in Sicherheit gebracht wurde. Drei von ihnen kamen mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus, haben sich aber mittlerweile wieder erholt.

Die Menschen am Strand applaudierten, als der Letzte sicher den Strand erreichte. Eine der Retterinnen, die sich in der Menschenkette befand, schrieb später auf Twitter, wie ergriffen sie von dieser Rettungsaktion war: „Menschen, die nicht einmal schwimmen können, standen in dieser Kette. Sie wollten so sehr helfen … Am Ende waren wir mehr als 70 einander völlig unbekannte Menschen, die sich an den Händen hielten, um diese Leute zu retten.“

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