Ministerium stellt klar: Kein Sonderstatus für Harry und Meghan in Kanada!

teleschau

Vor Kurzem gaben Prinz Harry und Herzogin Meghan bekannt, dass sie sich aus der königlichen Familie zurückziehen. Sie wollen ein unabhängiges Leben in Nordamerika beginnen. Doch dort einzureisen, ist auch für das royale Paar alles andere als einfach.

Es ist noch keine Woche vergangen, seit Prinz Harry und seine Frau Herzogin Meghan ihren Rückzug aus dem britischen Königshaus verkündet haben, und viele Fragen sind noch ungeklärt. Sicher ist allerdings, dass der Monarch in seinem neuen Wunschland Kanada keine Sonderbehandlung erwarten könne, so schrieb die Zeitung "The New York Times".

"New York Times": Dieser Tweet über Harry und Meghan sorgt für Ärger

"Es gibt keine Bestimmungen im Citizenship Act, die Mitgliedern der königlichen Familie die kanadische Staatsbürgerschaft verleihen", teilte das Ministerium für Einwanderung, Flüchtlinge und Staatsbürgerschaft in Kanada mit. "Um sich dauerhaft in Kanada legal niederzulassen, müssen sie sich über unsere normalen Einwanderungsverfahren bewerben."

Wird Prinz Harrys Bildungs-Level ein Problem?

Generell ist dieses Verfahren allerdings sehr teuer und aufwendig, und eine Bevorzugung des royalen Paares ist nicht vorgesehen, da dies andere benachteiligen und sogar verärgern könne. Eine Hürde könnte beispielsweise Prinz Harrys Bildung sein: Um eine Aufenthaltsgenehmigung in Kanada zu erhalten, benötigen die Bewerber ein hohes Bildungsniveau. Prinz Harry ist zwar als Militäroffizier ausgebildet, besitzt aber keinen Universitätsabschluss.

Experten rieten daher dazu, dass sie nur als Besucher einreisen sollten, um komplizierte Vorgänge bei der Einreise zu umgehen. Das Ministerium erklärte: "Mitglieder der königlichen Familie sind jedoch nicht verpflichtet, eine Genehmigung zu beantragen, um als Besucher nach Kanada zu kommen und sich dort aufzuhalten." Als Besucher könnte das royale Paar bis zu sechs Monate in Kanada bleiben. "Ich bezweifle sehr, dass sie sich um eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung bewerben", so Sergio R. Karas, ein Einwanderungsanwalt in Toronto. "Das wäre keine gute Option für sie."

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