Mohnblüte in Kalifornien sorgt für extremen Besucheransturm

In Kalifornien wollen viele Besucher ein Foto von der prächtigen Goldmohnblüte im Walker Canyon machen. (Foto: AP Photo/Gregory Bull)

Mohnblüten, wohin das Auge reicht – auf Instagram ist die derzeitige Blütenexplosion im kalifornischen Walker Canyon in den letzten Tagen zu einem riesigen Trend geworden. Nun hat die Gemeinde reagiert und Besuchern den Zutritt verweigert.

Für kalifornische Instagram-Nutzer gibt es derzeit ein absolutes Must-Have-Motiv – unter dem Hashtag #Superbloom posten gerade Tausende Bilder von der üppigen Goldmohnblüte am Lake Elsinore südlich von Los Angeles. Die starken und lang andauernden Regenfälle der letzten Monate haben dazu geführt, dass die Natur im beliebten Ausflugsgebiet um den Walker Canyon regelrecht explodiert ist. Seitdem pilgern jeden Tag etliche Menschen in die Natur, um Fotos zu schießen – dabei zerstören sie allerdings auch viele der Blumen und sorgen für ein großes Verkehrschaos.

Allein auf Instagram gibt es bereits über 111.000 Einträge mit dem Hashtag #Superbloom:

“In ihrem Herz wuchsen Sonnenblumen, sodass sie sich immer dem Licht zuwandte. (Für dieses Foto wurden keinen Mohnblumen zerstört. Wer da war, weiß, dass es kleine Pfade zwischen den Mohnblumen gibt.)”

Insbesondere Fotos wie diese halten die Einwohner der Gemeinde allerdings für problematisch, da sich Besucher nicht immer wie vorgeschrieben auf den Pfaden bewegen, sondern sich auch in die Blütenwiese legen und damit viel Natur zerstören:

“Ich habe keinen See gesehen, nur ein Meer voller Mohn.”

Gemeinde wehrt sich gegen Touristenansturm

“Die Situation ist eskaliert und sprengt unsere verfügbaren Ressourcen”, hieß es deshalb am 18. März auf der Facebook-Seite der Gemeinde um Lake Elsinore. “Weiteren Shuttles oder Besuchern ist es nicht erlaubt, Walker Canyon zu befahren oder zu betreten. […] Wir müssen dafür sorgen, dass der Verkehr wieder rollen kann.” Am Wochenende hatte es wegen des Besucheransturms auf den Straßen kein vor und zurück mehr gegeben – die Anwohner waren genervt, sodass die Stadt reagieren musste.

Auch auf Instagram hagelt es deshalb bereits in den Kommentaren Kritik. Hobbyfotografen müssen sich zynische Fragen wie “Wie viele Mohnblumen hast du für dieses Bild zertrampelt?” gefallen lassen.

“Die kalifornische Superblüte, eine Explosion der Farben. Dank des vielen Regens, den wir diesen Winter hatten.”