Mutierte Gänseblümchen in Japan entdeckt

Mutierte Blumen verdeutlichen die eklatanten Folgen der Fukushima-Katastrophe (Screenshot: Twitter/San_kaido)

Vier Jahre nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima sind die Schäden in Japan noch immer sichtbar. Ein Twitter-Post von befremdlich aussehenden Korbblütlern schockt nun die Internetgemeinde.

In der japanischen Stadt Nasushiobara hat ein Twitter-Nutzer namens „San_kaido“ ein beunruhigendes Foto von Gänseblümchen gemacht. Auf seiner Aufnahme, die er sogleich im Netz teilte, sind die weißen Blätter der Korbblütler extrem groß. Außerdem ist der gelbe Mittelteil nicht wie üblich klein und rund, sondern vielmehr in die Länge gezogen.

In Fachkreisen wird eine derartig ungewöhnliche Wuchsform Verbänderung oder Fasziation genannt. Der Teilungsprozess bei der sich entwickelnden Pflanze bleibt in seltenen Fällen unvollständig, weshalb sich das Gewebe nicht zylindrisch, sondern band- oder kammförmig ausbildet. Die mutierten Blüten sowie die abnorme Größe der Gänseblümchen gehen auf die Nuklearkatastrophe von Fukushima zurück. Bei den Pflanzen entstand dadurch eine hormonelle Unausgeglichenheit. Zu dem Bild folgt von „San_kaido“ die Erklärung: „Die atmosphärische Messung beträgt einen Meter über dem Boden 0.5 μSv/h.“ Eine radioaktive Strahlung besteht also immer noch.

Im März 2011 kam es in Fukushima in drei Reaktorblöcken zu Kernschmelzen, nachdem ein schweres Erdbeben die japanische Region heimgesucht hatte. Auch das Grundwasser wurde bei dem nuklearen Unfall verunreinigt und brachte so auch mutiertes Obst und Gemüse hervor, wie „ibtimes.co.uk“ berichtet. Der Ort Nasushiobara, an dem das Foto vom Gänseblümchen aufgenommen wurde, ist rund 110 Kilometer von Fukushima entfernt.

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