Nachbarn verklagen McDonalds-Gewinner wegen Partylärm

Als Josh Sargeant bei einem McDonalds-Gewinnspiel 500.000 Pfund gewann, begann für seine neuen Nachbarn ein Albtraum. Der Teenager kaufte ein Haus in einer wohlhabenden Wohngegend – und feierte mit seinen Freunden regelmäßig bis spät in die Nacht. Anwohner berichten von unglaublichem Lärm, Schlägereien und sogar Kokain. Jetzt rief ihn ein Gericht zur Räson.

Bild: thinkstockDie Nachbarn dürften misstrauisch geworden sein, als Josh Sargeant sich einen Whirlpool in den Garten setzen ließ. Der Teenager war in ihre ruhige Sackgasse in der Stadt Sleaford gezogen, nachdem er mit seinen Rubbellosen beim McDonalds-Monopoly eine halbe Million Pfund gewonnen hatte. Nun wollte der 19-Jährige feiern. Und zwar so richtig.

„Sieben oder acht Mal pro Nacht kommen Autos zu dem Haus und fahren wieder weg“, lautete die Aussage einer Anwohnerin vor Gericht, wie  die Zeitung „Daily Mail“ berichtet. „Ich wohne zwei Häuser weiter und kann es hören. Es passiert immer, wenn ihn Freunde besuchen.“ Die 63-jährige Anne Hutchinson klagte über Lärm und das schlechte Benehmen von Sargeants Gästen, das Schlagen von Autotüren bis spät in die Nacht stört sie besonders: „Es ist ein Albtraum für alle Leute, die dafür gerackert haben, sich ein Haus in dieser früher schönen Straße zu kaufen.“

Nicola Norman, Sargeants direkte Nachbarin, war nach vielen schlaflosen Nächten zur Polizei gegangen. „Einmal habe ich fünf Nächte in Folge nicht geschlafen“, erzählte sie. „Ich kam zu dem Punkt, an dem ich bei Freunden wohnen musste, um Schlaf zu bekommen.“

Eine dritte Nachbarin, Sarah Brown, fühlte sich von den Autos und dem Geschrei ebenfalls extrem gestört. Und sie erzählte von Schlägereien in der Auffahrt. Die „Daily Mail” berichtete außerdem, dass ein Nachbar zwei Männer in Sargeants Haus dabei gefilmt haben will, wie sie Kokain schnupften. Bei einer Durchsuchung fand die Polizei allerdings keine Hinweise auf Drogen.

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Das Gericht schenkte den Klagen der genervten Nachbarn Glauben. Es verbot Sargeant für zwei Jahre, laute Musik zu spielen und lärmende Parties zu veranstalten. Wenn er dagegen verstößt, riskiert er bis zu fünf Jahre im Gefängnis. Die Gerichtskosten von 2.000 Pfund muss der Teenager tragen.

Josh Sargeant gelobte Besserung. Er habe die Dauerfeier gestoppt, treffe sich nicht mehr mit zweifelhaften Nichtsnutzen und habe einen aufmüpfigen Untermieter rausgeworfen. Seinen Whirlpool habe er schon ausgebaut, er sei die Hauptquelle des Lärms gewesen. „Ich hoffe, dass Josh sich jetzt benimmt“, sagte die Nachbarin Anne Hutchinson.



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