Nachrichten-Rückblick am Abend: Die wichtigsten News vom 23. April 2019

IS reklamiert Anschläge in Sri Lanka für sich +++ Schauspiel-Legende Hannelore Elsner ist tot +++ Frankreichs Ex-Premier Fillon droht Prozess wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder +++ US-Präsident Trump kommt zu Staatsbesuch nach London +++ “Neue IRA“ bekennt sich zur Tötung von Journalistin in Nordirland

Terrormiliz IS bekennt sich zu Anschlagsserie auf Sri Lanka

Nach der verheerenden Anschlagsserie auf christliche Kirchen und Luxushotels in Sri Lanka , hat der IS die Tat für sich reklamiert. (Bild: Eranga Jayawardena/AP/dpa)

Die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) hat die Anschläge auf Hotels und christliche Kirchen in Sri Lanka für sich reklamiert. Das IS-Sprachrohr Amak berichtete am Dienstag in den sozialen Netzwerken, dass die Angreifer, die die Attacken auf “Bürger der Koalition und die christliche Gemeinschaft“ durchgeführt haben, Kämpfer des Islamischen Staates gewesen seien. Mit “Bürgern der Koalition“ bezeichnet der IS Staatsbürger von Ländern, die der internationalen Anti-IS-Koalition angehören, die die Terrormiliz in Syrien und im Irak bekämpft.

Bei mehreren Bombenexplosionen auf Sri Lanka am Ostersonntag waren mehr als 300 Menschen getötet worden, darunter auch 37 Ausländer. Die Regierung vermutet hinter den Anschlägen eine Vergeltung für den Anschlag auf Moscheen im neuseeländischen Christchurch als Motiv.

Schauspielerin Hannelore Elsner ist tot

Schauspielerin Hannelore Elsner ist tot. (Bild: Getty Images)

Hannelore Elsner, eine der markantesten deutschen Schauspielerinnen, ist tot. Wie der Anwalt der Familie und Constantin Film am Dienstag mitteilten, starb sie überraschend am Ostersonntag im Alter von 76 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit. Zuvor hatten auch “Bild”-Zeitung, “tz” und Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet.

Elsner, am 26. Juli 1942 im oberbayerischen Burghausen geboren, galt als eine der großen Diven des deutschen Nachkriegsfilms. Sie war in mehr als 200 Fernseh- und Kino-Rollen zu sehen. Im Fernsehen war Elsner in der ARD-Serie “Die Kommissarin” (1994-2006) besonders erfolgreich.

Sie erhielt zahlreiche Preise – ihren ersten mit 29 Jahren. Erste Engagements hatte Elsner an den Münchner Kammerspielen und an der Kleinen Komödie München.

Frankreichs Ex-Premier Fillon soll in Jobaffäre vor Gericht

Dem Ex-Premier wird eine Scheinbeschäftigung seiner Frau vorgeworfen. (Bild: AP Images)

Der ehemalige französische Präsidentschaftskandidat François Fillon und seine Ehefrau sollen sich in der Affäre um mutmaßliche Scheinbeschäftigung vor einem Gericht verantworten. Ermittlungsrichter ordneten einen Prozess an, wie es am Dienstag aus Justizkreisen hieß. Ihm werde unter anderem Veruntreuung von öffentlichen Geldern vorgeworfen, seiner Frau Beihilfe. Diese Entscheidung bedeutet noch nicht definitiv, dass es auch zu einem Prozess kommt – die Betroffenen können sie nämlich anfechten.

Der rechts-konservative Fillon war Premierminister unter Präsident Nicolas Sarkozy. Die Jobaffäre bremste ihn bei der Präsidentschaftswahl 2017 aus. Fillons Frau Penelope war jahrelang als parlamentarische Mitarbeiterin für ihren Mann und dessen Nachfolger Marc Joulaud in der Nationalversammlung angestellt gewesen. Dem Ex-Premier wird vorgeworfen, dass es sich dabei um Scheinbeschäftigung handelte.

Einladung der Queen: Donald Trump wird nach London reisen

Donald Trump (r), Präsident der USA, und die britische Königin Elizabeth II schreiten die Ehrengarde ab. (Bild: Pablo Martinez Monsivais/AP/dpa)

US-Präsident Donald Trump soll vom 3. bis 5. Juni zum Staatsbesuch nach London kommen. Der amerikanische Präsident und First Lady Melania haben eine Einladung der Queen angenommen, teilte der Palast am Dienstag mit. Die Königin entspricht damit dem Wunsch der britischen Regierung. Der Trump-Besuch ist jedoch höchst umstritten. Es wird mit massiven Protesten gerechnet.

Premierministerin Theresa May hatte die Einladung an Trump bereits kurz nach seinem Amtsantritt im Jahr 2017 ausgesprochen. Der Staatsbesuch hätte längst stattfinden sollen. Doch London ließ sich mit einem Termin wohl im Hinblick auf die erwarteten Proteste Zeit.

Lyra McKee erschossen: “Neue IRA“ bekennt sich zu Tötung

Ein Mann schreibt in ein Kondolenzbuch für Lyra McKee, die am Donnerstagabend (18.04.2019) bei gewaltsamen Ausschreitungen in der Stadt Londonderry erschossen wurde. (Bild: Brian Lawless/PA Wire/dpa)

Die militante katholisch-nationalistische Gruppe “Neue IRA“ hat sich zur Tötung der Journalistin Lyra McKee in Nordirland bekannt. In einem der Zeitung “The Irish News“ am Dienstag zugespielten Bekennerschreiben hieß es: “Im Laufe des Angriffs auf den Feind wurde Lyra McKee tragischerweise getötet, während sie neben den feindlichen Kräften stand.“ Man wolle sich beim Partner des Opfers, der Familie und ihren Freunden aufrichtig entschuldigen.

Die 29-jährige McKee war am Donnerstagabend bei gewaltsamen Ausschreitungen in der Stadt Londonderry erschossen worden. Sie stand in einer Menschengruppe in der Nähe von Polizeifahrzeugen, als eine Kugel ihren Kopf traf. Die Ermittler bezeichneten die Tat als Mord und riefen die Bevölkerung zur Mithilfe auf, um die Täter zu finden.

Mit Material von dpa