Nike umschifft Verbot: Der Alphafly soll den Sport revolutionieren

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US-Sportartikelhersteller Nike hat das drohende Verbot des AirZoom Alphafly Next% haarscharf umgangen. Der Schuh, für Hobbysportler ab Ende Februar auf dem Markt, wird für den Profisport leicht angepasst.

Nike bietet in der Reihe Vaporfly verschiedene Modelle an. (Bild: Getty Images)

Eliud Kipchoge lief im Oktober 2019 als erster Mensch einen Marathon, 42 Kilometer also, in unter zwei Stunden. Eine bis dato als unmöglich abgestempelte Leistung machte der Kenianer damit plötzlich doch möglich. Kritik gab es allerdings schon vor dem Rennen.

Ein großer Teil dieser Kritik bezog sich auf das Schuhwerk, das sich Kipchoge für seinen Lauf ausgesucht hatte. Von “technischem Doping” war die Rede - einer der vielen Gründe, warum der Rekord nicht von offizieller Stelle anerkannt wurde.

Hinter dem “technischen Doping” steht das Unternehmen Nike und deren AirZoom Alphafly Next%. Wie der britische The Guardian berichtet, erhöht der Schuh die Leistung eines Profis um bis zu 4-5 Prozent, andere Quellen gehen gar von einer Steigerung um 7-8 Prozent aus. Das sind enorme Werte für einen Sport in dem das Niveau inzwischen so hoch ist, dass um jede einzelne Sekunde gekämpft wird.

Schon jetzt ist mit dem Nike ZoomX Vaporfly NEXT% ein leistungssteigernder Schuh auf dem Markt.

Sohle liegt haarscharf unter Verbotsgrenze

Die enorm dicke Sohle des Alphafly wirkt dabei kraftsparend, weil sie den Sportler bei jedem Schritt etwas nach vorne heben soll. Kein Wunder also, dass der Leichtathletik-Dachverband World Athletics mit einem Verbot drohte. Nike schritt ein und reduzierte die Sohlendicke um wenige Millimeter.

Die neue Sohle ist nurmehr 39,5 Millimeter dick und liegt damit hauchdünn unter der angegebenen Obergrenze von 40 Millimetern. Der Schuh ist also legalisiert worden und darf auch bei den kommenden Olympischen Spielen 2020 in Tokio getragen werden.

“Wir sind froh, dass die Nike Zoom Vaporfly Serie und der Nike Zoom Alphafly Next% legal bleiben”, sagte ein Sprecher von Nike dem Guardian. Das Unternehmen will auch in Zukunft in engem Dialog zu World Athletics bleiben, um “neue Standards” zu schaffen.

Nächster Nike-Streitfall wartet bereits

Der nächste Streitfall liegt immerhin schon auf dem Tisch. Der Viperfly-Schuh, entwickelt für Läufe über 100 Meter, erfüllt nicht die neuen Regeln der World Athletics. Nike will nun an einer Version arbeiten, die für den Profi-Sport zugelassen wird.

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Schwierig wird es derweil für andere Unternehmen, die mit den Technologien von Nike Schritt halten wollen. In der Branche herrscht Frustration ob der vielen Patente, die Nike in der jüngsten Vergangenheit einreichte.