Odense: Dänemarks Roboter-Paradies

Die Stadt Odense in Dänemark ist in der Roboter-Branche bekannt. Vor über 25 Jahren nahm hier der Unternehmenscluster Odense Robotics seinen Anfang, ein Forschungs- und Produktionscluster aus etablierten Firmen, Start-ups und Investoren. Business-Manager Mikkel Christoffersen bilanziert: “Wir sind heute über hundert Unternehmen mit mehr als 2.600 Beschäftigten, die in der Robotik und Automatisierung arbeiten. Es ist schwierig, eine Roboter-Firma aufzubauen. Man sollte sich einem Ökosystem wie unserem anschließen, das einem hilft, den Prototyp zu entwickeln, und den Business-Plan, und Investoren zu treffen. Wir nehmen gern Start-ups aus ganz Europa in unserem Cluster auf!”

Robotik in Europa

Die Robotertechnik ist eine Branche, die sich schnell entwickelt, und die weitreichende Auswirkungen auf Europas Wettbewerbsfähigkeit im produzierenden Gewerbe hat. Sie bietet aber auch neue Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen wie die alternde Bevölkerung, Notwendigkeiten im Gesundheitswesen, den Umstieg auf intelligente Verkehrssysteme, Sicherheit, Energie oder Umwelt.

Der Unternehmenscluster Odense Robotics in Dänemark soll ein geschäftsfreundliches Umfeld für Roboter-Firmen schaffen. Er bietet technische, strategische und finanzielle Unterstützung, um zum Beispiel Start-ups zu helfen, ihr Modell in einen Prototyp zu verwandeln, es auf den Markt zu bringen und Arbeitsplätze zu schaffen.

Nützliche Links

Odense Robotics

Danish Technological Institute

Der digitale Binnenmarkt für Europa – Robotertechnik

H2020-Förderprogramm der EU-Kommission, Robotik

Mehr über den Odense-Cluster

Mehr über Robotikcluster in Deutschland

Mini-Roboter zeigt Kleinkindern das Programmieren

Eines der Start-ups ist Kubo Robot mit seinem Mini-Roboter Kubo. Er soll Kindern – schon ab drei bis vier Jahren – spielerisch die Grundzüge der Programmierung und Codierung beibringen. Und sie so früh für die Technologie des 21. Jahrhunderts fit machen. Kubo-Gründer Tommy Otzen: “Die Kinder brauchen ein Grundverständnis von Codierung und Robotik. Denn sie werden später in ihrem Job mit Robotern arbeiten müssen.”

https://t.co/QT64fYJQaR

Learning to code doesn’t have to be difficult. With #Kubo #coding is just as easy as doing a jigsaw puzzle! pic.twitter.com/6QXzFf7Npk— KUBO (@KUBO_Robot) March 19, 2017

Tommy Otzen und sein Kompagnon Daniel Friis Lindegaard entwickelten Kubo vor gut zwei Jahren als Studenten in einem Forschungsprojekt. Später gründeten sie ihr eigenes Start-up. Mit Hilfe des Odense Robotics Clusters konnten sie die passenden Partner für die Produktion finden, Finanzierungshilfe, und ein tragfähiges Geschäftsmodell aufstellen. “Eines der einzigartigen Dinge hier in diesem Robotik-Ökosystem in Odense ist, dass so eine junge, unerfahrene Firma wie unsere eine Lieferkette mit Hilfe etablierter Unternehmen aufbauen kann. Statt ein Jahr nach Zulieferern zu suchen, haben wir das in drei Monaten geschafft”, freut sich Otzen.

Jetzt wollen sie ihr Produkt in Schulen in ganz Dänemark testen und ihr Angebot in den Sommerferien auf Europa ausdehnen.

Cobot – der Roboter, der mit dem Menschen zusammenarbeitet

Der Trend in der Robotik-Branche ist dieser Tage der sogenannte kollaborative Roboter – oder Cobot. Er arbeitet mit dem Menschen Hand in Hand, statt ihn zu ersetzen. Mikkel Christoffersen: “Der kollaborative Roboter ist hochgradig flexibel und eine echte Hilfe bei der Automatisierung kleiner und mittlerer Unternehmen.”

A cobot at Audi Brussels – BruBotics VUB newsletter – https://t.co/3EGC7xeQgC— BruBotics (@brubotics) April 13, 2017

Aus heute etwa 10.000 dieser kollaborativen Roboter könnten bis 2025 700.000 werden. Experten sehen sie als einen Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie. Innovation und Forschung in diesem Robotik-Bereich werden durch die EU gefördert.

Cobots: the rise of the collaborative robot (cobot) https://t.co/kDoYsye6e2 #IoT #IIot #Manufacturing #DigitalTransformation— Mike Flache (@mikeflache) April 10, 2017

Mehr über den Odense-Cluster hier

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