Pilotin fliegt ihre eigene Mutter in den wohlverdienten Ruhestand

Rührende Geschichte: Eine Pilotin flog ihre Mutter an ihrem letzten Arbeitstag als Stewardess. (Symbolbild: Getty Images)

Nach 38 Jahren Arbeit als Flugbegleiterin für Air India hatte Pooja Chinchankar nur einen Wunsch: Ihre Tochter sollte als Pilotin das Flugzeug fliegen, in dem sie ihre letzte Schicht absolvierte.

Ashrrita Chinchankar konnte ihrer Mutter diesen Wunsch natürlich nicht abschlagen. Als erste Offizieren des Fluges brachte sie Pooja per Flieger in den wohlverdienten Ruhestand.

Auf Twitter teilte sie den großen Tag und postete ein Bild ihrer Mutter zusammen mit der Board-Crew (Ashrrita hält sich mit ihren Piloten-Kollegen im Hintergrund):


„Ich bin so glücklich und fühle mich geehrt, dass ich den Flug übernehmen, durfte, der wirklich zählt. Es war der Traum meiner Mutter, dass ich als Pilotin ihren letzten Flug als Stewardess für @airindiain übernehme. Jetzt, wo sie sich nach 38 glorreichen Jahren zur Ruhe setzt, werde ich ihr Erbe weiterführen. #dankbar #stolz“

Der Tweet ging vielen Menschen zu Herzen und Poojas Geschichte wurde rasant im Netz geteilt. Über 14.000 Likes bekam die Pilotin für ihren rührenden Post. Chinchankar teilte auch ein Video ihrer Mutter, in dem diese ein letztes Mal durch die Gänge des Flugzeuges läuft und dabei von dem Applaus der Besatzung und der Passagiere begleitet wird:


„Für alle, die gefragt haben 🙂 Das ist Mom auf ihrem letzten Flug als Mitglied der Kabinen-Crew für @airindiain. Was für ein schöner Tag und was für tolle Passagiere! So viele Glückwünsche und Umarmungen. Ich war natürlich im Cockpit. #stolz #dankbar”

Die Reaktionen auf die Geschichte der beiden Frauen waren selbstverständlich durchweg positiv. Auch Air India meldete sich auf Twitter zu Wort.


„Starke Frauen ziehen starke Frauen. groß“


„Wir gratulieren Ihnen und Ihrer Mutter herzlich zu diesem besonderen Flug, auf dem sie den Staffelstab an Sie übergeben hat, unseren Passagiere mit Hingabe zu dienen. Ihr Erbe lebt weiter.“

Gegenüber BBC sagte Ashrrita: „Ich bin so glücklich und überwältigt. Glücklich, weil die Menschen meine Emotionen nachvollziehen können und überwältigt, weil die Menschen das Schöne an dieser Geschichte zelebrieren.“ Zudem verriet die Pilotin, dass ihre Mutter aber ganz und gar nicht daran denke, sich nun auszuruhen. Pooja will, so ihre Tochter, nun erst einmal für ein paar Monate auf Reisen gehen. Dann entscheidet sie, wie es weitergeht.