Nächster Tränen-Moment in Finale von "Sing meinen Song"

Nadine Wenzlick
·Lesedauer: 4 Min.

Alles hat ein Ende - auch "Sing meinen Song": Beim Finale mit Michael Patrick Kelly gab es viele Liebe und Michael-Jackson-Moves, aber auch Tränen und eine Schweigeminute.

Michael Patrick Kelly sorgte bei "Sing meinen Song" für einen ergreifenden Moment. (Bild: VOX / teleschau)
Michael Patrick Kelly sorgte bei "Sing meinen Song" für einen ergreifenden Moment. (Bild: VOX / teleschau)

Michael Patrick Kelly ist bei "Sing mein Song" längst Dauergast: Zum dritten Mal ist er bei dem erfolgreichen TV-Format bereits dabei. In der vierten Staffel war er noch Gast, nun ist er zum zweiten Mal Gastgeber. "2017 haben wir uns verliebt, 2019 verlobt und jetzt führen wir eine sehr schöne Beziehung", fasste Kelly selbst es zusammen. Beim Finale der siebten Staffel stand nun sein Werk im Fokus.

Weil Kelly selbst nicht moderieren konnte, mussten seine Kollegen ran. "Wir hatten so wundervolle Abende mit dir als Gastgeber. Wie hast du die Zeit mit uns erlebt?", wollte LEA wissen. "Für mich ist es jedes Mal wie eine Erweiterung der Sing-meinen-Song-Familie. Es gibt neue Adoptivkinder und dann sagt man nur noch Bruder, Digger und so Sachen", grinste Kelly. "Normalerweise braucht man viel Jahre und intensive Erfahrungen, um Menschen so nahezukommen. Hier passiert das so schnell und intensiv - es fühlt sich so an, als wären wir schon gemeinsam zur Schule gegangen." Passend dazu sang LEA "Friends Are Family" - ein Song über Freundschaft, dessen Refrain am Ende alle Arm in Arm sangen. "Der Song ist der Soundtrack zu dem, was wir hier erleben. Aus Fremden werden Freunde", so Kelly.

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Keine Kelly-Family-Nostalgie, bitte!

Musikalisch war es ein bunter Abend: Jan Plewka machte aus "A Little Faith" eine coole Rocknummer, Michael Patrick Kelly präsentierte seine neue Single "Beautiful Madness", in der er die Liebe zu seiner Frau beschreibt, und Nico Santos legte zu "Et Voila" ziemlich coole Michael-Jackson-Moves und einen Salsa mit Ilse DeLange aufs Parkett.

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MoTrip derweil schrieb mal wieder einen komplett neuen Text: In "Little Giants" geht es eigentlich um Kinder, die anderen das Leben gerettet haben, doch MoTrip widmete ihn allen Kindern, die im Rahmen von Fridays For Future für die Zukunft der Welt auf die Straße gehen. "Die große Welt ruht auf den Schultern der Kleinen, während wir all die Schuld von uns weisen", rappte er, und "Wir haben zu lange weggeschaut / Doch es ist nicht zu spät um zu handeln." "Sensationell", schwärmte Michael Patrick Kelly. "Der Typ ist auf so einem Level hier. Ich habe viel Respekt für sein Handwerk."

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Zwischendurch fühlte MoTrip Kelly auf den Zahn. Ob er die Kelly Family manchmal vermisse, wollte der Rapper wissen. "Ich bin ja in dieser Familien-Band groß geworden", so Kelly. "Irgendwann haben Familie und Business sich vermischt." Die Verantwortung sei immer größer geworden. "Dabei ging die Freude oder Leidenschaft abhanden. Es sind viele schöne Erinnerungen mit dieser Zeit verbunden und ich möchte es nicht missen - aber irgendwann dachte ich, du kannst nicht immer deine persönlichen Bedürfnisse für das Gemeinwohl opfern." Bei der Reunion habe er bewusst nicht mitgemacht. "Ich wollte nicht zwei oder drei Jahre meines Lebens mit Nostalgie verbringen. Ich möchte im Hier und Jetzt leben. Ich verzichte lieber auf großes Geld oder sicheren Erfolg, um mich als Künstler in die richtige Richtung weiter zu entfalten."

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Ein Finale in aller Freundschaft bei "Sing meinen Song". (Bild: VOX / teleschau)
Ein Finale in aller Freundschaft bei "Sing meinen Song". (Bild: VOX / teleschau)

Einfach mal innehalten

Natürlich konnte die letzte "Sing meinen Song"-Folge nicht ganz ohne Tränen zu Ende gehen. Sie flossen, als Max Giesinger "Requiem" sang - ein Stück, dass Michael Patrick Kelly für viel zu früh verstorbene Musiker wie Amy Winehouse, Jimi Hendrix und Michael Jackson geschrieben hat. Bei Giesingers Stadionrock-Version brachen bei Kelly alle Dämme. "Das ging sehr tief, vielen Dank", sagte er. "Was haltet ihr davon, wenn wir eine Minute still sind, in Gedenken an die ganzen Künstler, die gestorben sind?" Eine Schweigeminute bei "Sing meinen Song" - das gab es auch noch nie.

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Noch emotionaler wurde es, als Ilse DeLange mit "Holy" an der Reihe war. Kelly schrieb das Stück während seiner Zeit im Kloster. "Ich hatte die Leidenschaft für Musik vorher quasi verloren. Im Kloster habe ich angefangen, mich mit biblischen Texten zu beschäftigen. Das erste Lied, das ich aus Dankbarkeit und Freude in diesem Klosterkeller geschrieben habe, war 'Holy'. Ich singe das bei meinen Konzerten oft als letztes, um mich bei dem unsichtbaren Regisseur meines Lebens zu bedanken", erzählte er. '"Holy' ist ein heiliges Werk, das darf man nicht beschmutzen. Das muss man mit weißen Handschuhen anfassen."

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Eine große Herausforderung für Ilse DeLange - die die Niederländerin mit Bravour meisterte. Jan Plewka blickte gedankenverloren gen Himmel, Nico Santos schloss die Augen und MoTrip hielt sich die Hände vors Gesicht. "Das war ein Gebet, Dankeschön", so Michael Patrick Kelly. "Das war einer der heiligsten Momente, die ich hier in Südafrika erlebt habe." Die letzte Kokosnuss-Kalimba ging folglich an Ilse DeLange. Nächste Woche gibt's noch die Duette.

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