Ein rasender blauer Igel: Das sind die DVD-Highlights der Woche

teleschau
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"Sonic - The Hedgehog", "Was gewesen wäre" und "Synonymes": Das sind die DVDs und Blu-rays der Woche.

Es war einmal ein kleiner, blauer Igel. Er war der Hauptcharakter des 1991 erschienenen Videospiels "Sonic the Hedgehog" der Firma Sega. Als 8-Bit-Pixelgrafik raste er in Überschallgeschwindigkeit durch die Level, rettete unterwegs Schildkröten und nahm es mit dem bösen Dr. Robotnik auf. Jetzt erlebt Sonic seine Abenteuer in einem ersten Live-Action-Film - animiert natürlich, aber umgeben von Menschen aus Fleisch und Blut. Im Vorfeld hatte es heftige Kritik der Sonic-Fans am Aussehen des Computer-Helden geben - er wirke wie ein "Igel im Jogginganzug", lautete der Tenor nach Veröffentlichung des ersten Trailers. Die Macher um Regisseur Jeff Fowler nahmen sich die Kritik zu Herzen und erschufen für geschätzte fünf Millionen US-Dollar einen neuen Sonic, der die Fans, glaubt man den Reaktionen im Netz, schließlich glücklich machte. Nun erscheint "Sonic - The Hedgehog" ebenso wie "Was gewesen wäre" und "Synonymes" auf DVD und Blu-ray.

"Sonic - The Hedgehog" (VÖ: 25. Juni)

Auf der Flucht vor dem bösen Dr. Robotnik (Jim Carrey) findet der flinke Igel Sonic (gesprochen von Julien Bam) auf der Erde ein neues Zuhause. Doch Sonic bleibt natürlich nicht lange unerkannt: Bei einer Geschwindigkeitskontrolle wird er von dem gelangweilten Kleinstadtpolizisten Tom Wachowski (James Marsden) mit 300 Meilen pro Stunde auf einer Landstraße erwischt. Allem Ärger zum Trotz werden Tom und Sonic Freunde und versuchen gemeinsam, Dr. Robotniks Plan von der Weltherrschaft zu vereiteln. Detailreiche Kneipenschlägereien, gnadenlose Verfolgungsjagden und zerstörerische Drohnen lassen immer wieder vergessen, dass "Sonic the Hedgehog" ein Kinderfilm sein will. Immerhin: James Marsden spielt den Kleinstadt-Cop kindgerecht und freundlich harmlos.

Preis DVD: circa 14 Euro

USA, 2019, Regie: Jeff Fowler, Laufzeit: 95 Minuten

"Was gewesen wäre" (VÖ: 26. Juni)

Seit zwei Monaten erst sind Paul (Ronald Zehrfeld) und Astrid (Christiane Paul) ein Paar. Ihr erstes gemeinsames Liebeswochenende wird gleich zur Zerreißprobe: In Budapest trifft Astrid Julius (Sebastian Hülk) wieder, mit dem sie vor mehr als 30 Jahren in der DDR liiert war. Alle drei müssen herausfinden, ob die neue Beziehung gegen die alte Liebe eine Chance hat. "Was gewesen wäre" ist eine Romanadaption, in der einfach alles passiert: Die erste Begegnung auf dem Künstlerhof einer vom SED-System drangsalierten Künstlerin, die plötzliche Entfremdung, Julius' Flucht in den Westen, eine letzte Begegnung in West-Berlin. Ronald Zehrfeld und Christiane Paul finden die Nuancen, um ihre Figuren die ewigen Leiden und Freuden der Liebe altersgerecht erleben zu lassen.

Preis DVD: circa 12 Euro

D, 2018, Regie: Florian Koerner von Gustorf, Laufzeit: 85 Minuten

"Synonymes" (VÖ: 19. Juni)

Gerade erst ist der Israeli Yoav (Tom Mercier) aus seiner Heimat geflohen. Doch kaum ist er in Paris angekommen, werden ihm all seine Sachen aus seiner Wohnung gestohlen. Zwar bekommt er Hilfe, doch die Geister der Vergangenheit begleiten ihn weiter. Irgendwann findet er ein Job als Nacktmodell für einen Künstler. Gleichzeitig bleiben seine intensiveren Kontakte zu den Einheimischen hauptsächlich auf das gelangweilte, reiche Pariser Paar Caroline (Louise Chevillotte) und Emile (Quentin Dolmaire) beschränkt, mit dem sich ganz im Geiste der Nouvelle Vague eine Dreiecksgeschichte entwickelt. Den besonderen Reiz von "Synonymes" macht die Beobachtung der verloren und zugleich sehr willensstark wirkenden Hauptfigur Joav aus, der von dem umwerfenden Newcomer Tom Mercier mit einer starken körperlichen Präsenz und einnehmenden Anmut gespielt wird.

Preis DVD: circa 12 Euro

F/D/IL, 2019, Regie: Nadav Lapid, Laufzeit: 119 Minuten