Republikanerin Cheney warnt in kämpferischer Rede vor Trump

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Liz Cheney, Vorsitzende der Republikanischen Konferenz im Repräsentantenhaus.
Liz Cheney, Vorsitzende der Republikanischen Konferenz im Repräsentantenhaus.

Sie werde sich nicht Trumps "Kreuzzug" anschließen, um die Demokratie zu untergraben, so Cheney. Die Republikanerin steht wegen ihrer Kritik am Ex-Präsidenten innerparteilich unter Druck.

Washington (dpa) - Kurz vor ihrer erwarteten Abwahl aus der Fraktionsführung im US-Repräsentantenhaus hat die Republikanerin Liz Cheney erneut heftige Kritik an Ex-Präsident Donald Trump geübt. 

Sie werde nicht schweigend zusehen, wie sich ihre Partei «dem Kreuzzug des ehemaligen Präsidenten anschließt, um unsere Demokratie zu untergraben», sagte Cheney in einer kämpferischen Ansprache im Kongress. Dutzende Gerichte hätten Trumps Behauptung entkräftet, dass er durch Betrug um seine Wiederwahl gebracht worden sei. «Diejenigen, die sich weigern, die Urteile unserer Gerichte zu akzeptieren, stehen auf Kriegsfuß mit der Verfassung.»

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Cheney vor Ablösung

Im Richtungsstreit der Republikaner wollen die Abgeordneten der Partei im Repräsentantenhaus am Mittwoch über den Verbleib der Trump-Kritikerin in der Fraktionsführung abstimmen. Gerechnet wird mit Cheneys Ablösung, die Trump schon lange fordert. Fraktionschef Kevin McCarthy hat seine Unterstützung für Cheneys Konkurrentin Elise Stefanik erklärt, hinter die sich zuvor Trump gestellt hatte. Die 36-Jährige ist eine loyale Anhängerin des Ex-Präsidenten.

Cheney steht als Vorsitzende der Republikanischen Konferenz im Repräsentantenhaus in der Rangordnung ihrer Fraktion an dritter Stelle. Die 54-Jährige ist die Tochter des früheren US-Vizepräsidenten Dick Cheney.

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