Rock-Legende der 70-er: Mick Rock ist tot

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Ein Fotograf, der die Musikwelt prägte: Mick Rock verstarb im Alter von 72 Jahren. (Bild: Kevin Winter / Getty Images)
Ein Fotograf, der die Musikwelt prägte: Mick Rock verstarb im Alter von 72 Jahren. (Bild: Kevin Winter / Getty Images)

Seine Bilder waren ikonisch und wurden zu berühmten Album-Covern, Musik-Legenden von David Bowie über Lou Reed bis Snoop Dogg ließen sich von ihm ablichten. Nun ist der legendäre Fotograf Mick Rock im Alter von 72 Jahren verstorben.

David Bowie, Queen, Lou Reed, Syd Barrett, Blondie, Snoop Dogg: Dieser Mann bekam die ganz großen Stars der Musikwelt vor die Linse. Nun ist der legendäre Fotograf Mick Rock, der auch den Beinamen "The Man Who Shot the Seventies" - der Mann, der die 70-er fotografierte - trug, im Alter von 72 Jahren verstorben. Eine Erklärung auf Rocks offizieller Twitter-Seite bestätigt die traurige Nachricht: "Diejenigen, die das Vergnügen hatten, in seinem Umfeld zu leben, wissen, dass Mick immer so viel mehr war als 'The Man Who Shot the 70s'", heißt es in dem Statement.

"Er war ein fotografischer Poet - eine wahre Naturgewalt, der seine Tage damit verbrachte, genau das zu tun, was er liebte, immer auf seine eigene, herrlich unverschämte Art", steht in der Erklärung. In den 70er-Jahren wurden Mick Rocks Porträts zu berühmten Albumcovern - unter anderem von "Queen II" -, seine Videokunst hatte zudem großen Einfluss auf die ersten Musikvideos dieser Periode. Unter anderem hielt er zu dieser Zeit Queen, Bowie und Iggy Pop für die Nachwelt fest. Auch später blieb seine Arbeit noch relevant, unter anderem fotografierte er den Rapper Snoop Dogg. Auch Lady Gaga gehörte zu seinen Motiven.

In dieser Ausstellung waren Fotos von David Bowie zu sehen, die Mick Rock schoss. Nicht der einzige Weltstar, den Rock vor die Linse bekam. (Bild: Victor Chavez / Getty Images)
In dieser Ausstellung waren Fotos von David Bowie zu sehen, die Mick Rock schoss. Nicht der einzige Weltstar, den Rock vor die Linse bekam. (Bild: Victor Chavez / Getty Images)

"Es geht um die rohe Energie"

Wie nahe er David Bowie und Lou Reed stand, ist einem "Rolling Stone"-Interview aus dem Jahr 2017 zu entnehmen, in dem Rock über den Dokumentarfilm "Shot! The Psycho-Spiritual Mantra of Rock", der sein eigenes Leben porträtiert, sprach. "Sie haben einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung meiner eigenen Sensibilität geleistet", so der Fotograf, der die beiden Musikgrößen für gute Menschen hielt. Die Superstars halfen ihm nicht nur finanziell aus und kauften seine Drucke. "Als ich wegen einer Bypass-Operation am Herzen im Krankenhaus lag, waren die ersten Blumen, die dort auf mich warteten, von Lou und David", berichtete Mick Rock. "Sie waren nicht nur meine wahren Freunde, sie waren auch meine wahren Helden."

Auch berühmte Musikvideos von David Bowie entsprangen seinen Ideen. Für die Clips zu den Songs "John, I'm Only Dancing", "Jean Genie" und "Space Oddity" übernahm er die Regie. Was er von heutigen Musikvideos hält, verriet er einst dem "Rolling Stone". "Einige sind ziemlich cool, weil sie kein großes Budget haben und mit einem Gefühl der Unmittelbarkeit erstellt werden", sagte er. "Ich bin nicht besonders scharf auf überproduzierte Videos. Es geht um die rohe Energie und den Akt selbst." Er selbst stamme aus einer Zeit ohne viel Budget und sei daran interessiert, es einfach zu halten.

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