Saarland: SPD räumt Niederlage ein — CDU spricht von „tollem Start ins Wahljahr“

Alexander Ratz
Saarland wahl


Ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl hat die CDU trotz Schulz-Effekt einen wichtigen Etappensieg errungen.

Aus der Landtagswahl im Saarland ging die Partei von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sonntag deutlich als stärkste Kraft hervor und wird auch weiterhin die Regierung führen. Für SPD und Linkspartei reichte es den ersten Hochrechnungen zufolge nicht für die erhoffte Mehrheit. Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland zog mit rund sechs Prozent knapp in den Landtag ein, Grüne und FDP scheiterten an der Fünf-Prozent-Hürde.

Die CDU von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer kommt laut ZDF-Hochrechnung von 18.29 Uhr auf 40,4 (2012: 35,2) Prozent. Die SPD blieb mit 30,4 Prozent bei ihrem Ergebnis von 30,6 Prozent vor fünf Jahren. Die Linkspartei wurde trotz leichter Verluste mit 12,4 (16,1) Prozent erneut drittstärkste Kraft. Die AfD kam aus dem Stand auf 5,9 Prozent der Stimmen, blieb damit aber deutlich unter den zweistelligen Ergebnissen, die sie im vergangenen Jahr bei Landtagswahlen erzielt hatte. Die Grünen verpassten mit 4,4 (5,0) Prozent den Einzug in den Landtag. Die FDP scheiterte erneut deutlich mit 3,2 (1,2) Prozent. Die Piraten, vor fünf Jahren noch mit 7,4 Prozent klar im Parlament, erhielten nur noch 0,7 Prozent. Damit kämen CDU und SPD zusammen auf 41 der 51 Landtagsmandate, SPD und Linke hätten mit 24 der 51 Sitze keine Mehrheit. Die Wahlbeteiligung lag laut ARD mit 71 Prozent deutlich höher als 2012 mit 61,6 Prozent.

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