Schauspielerin Jasmine Trinca debütiert mit ihrem ersten Spielfilm

Die italienische Schauspielerin Jasmine Trinca ist normalerweise eher selbst auf der Leinwand zu sehen. Seit sie im Alter von 18 Jahren in dem von Nanni Moretti inszenierten Filmdrama "Das Zimmer meines Sohnes" entdeckt wurde hat sie eine glänzende Schauspielerkarriere über Italien hinaus hingelegt.

Die mittlerweile 41-Jährige sitzt in diesem Jahr nicht nur als Schauspielerin in der Jury bei den Cannes-Filmfestspielen, sondern präsentiert dort auch ihren ersten eigenen Spielfilm namens "Marcel!".

Für die neue Regisseurin ist "das alles eine unglaubliche Geschichte", sagte sie. Als Kind konnte sie sich nie vorsellen, dass sie jemals Schauspielerin werden würde, so die erfolgreiche Schauspielerin. Dennoch habe sie sich immer sehr verbunden mit dem Filmfestival von Cannes gefühlt. Ihren Erfolg hat sie vielen Menschen zu verdanken, so Trinca - vor allem den vielen Regisseuren, mit denen sie im Laufe ihrer Karriere gearbeitet hat. Aber sie ist auch überzeugt, dass sie sehr viel Glück hatte.

Vianney Le Caer/2022 Invision
Jurymitglieder des Filmfestivals von Cannes - Vianney Le Caer/2022 Invision

In ihrem ersten Spielfilm geht es um eine alleinerziehende Mutter, ihre Tochter und den gemeinsamen Hund Marcel. Das kleine Mädchen liebt die Mutter leidenschaftlich, doch die Mutter bevorzugt Marcel. Die Tochter wird immer eifersüchtiger. Jedoch könnte ein unvorhergesehenes Ereignis dazu führen, dass Mutter und Tochter sich wieder näher kommen.

Ein Film, der der Regisseurin definitiv am Herzen liegt. Der Film sei Teil ihres Lebens und ihrer Geschichte. Trinca und ihr Team habe mit "Marcel!" versucht, die Realität zu verzerren, so die Regisseurin. Der Film sei auf Subjektivität und auf Erinnerungen basiert. Der Film zeigt zwar den Blick des kleinen Mädchens und die Realität, jedoch erschafft sie sich vielmehr ihre eigene Realität.

"Marcel!" ist ein poetischer Film. Jasmine Trinca schöpft aus ihrer persönlichen Geschichte, und nutzt die Kamera als Auge ihrer eigenen Erinnerung, um die Beziehung zwischen Mutter und Tochter zu veranschaulichen.

Neben einigen Sondervorführungen wird der Film vorerst nur auf dem Festival von Cannes gezeigt. Ab dem ersten Juni kann der Spielfilm dann auch in Italien und ab diesem Sommer im restlichen Europa angeschaut werden.

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