Werbung

Schlechte Qualität: Cambridge lässt Statue von Prinz Philip entfernen

Prinz Philip war fast 75 Jahre mit Queen Elizabeth II. verheiratet. (Bild: imago/PPE)
Prinz Philip war fast 75 Jahre mit Queen Elizabeth II. verheiratet. (Bild: imago/PPE)

Eine gesichtslose Skulptur von Prinz Philip (1921-2021) soll Jahre, nachdem sie offenbar ohne Genehmigung aufgestellt worden war, wieder abgebaut werden. Laut der britischen Zeitung "The Guardian" war die Statue zuvor bereits von einer Stadtplanerin als "möglicherweise das Werk mit der schlechtesten Qualität, die jemals eingereicht wurde" bezeichnet worden.

Die etwa vier Meter hohe Bronzestatue, die vor einem Bürogebäude im Stadtzentrum von Cambridge steht, zeigt den 2021 verstorbenen Ehemann von Queen Elizabeth II. (1926-2022) im akademischen Talar mit einem verdreht-abstrakten Gesicht. Die Statue mit dem Namen "The Don" sollte dem "Guardian"-Bericht zufolge an Prinz Philips ehrenamtliche Tätigkeit als Kanzler der Universität Cambridge erinnern, der er fast 35 Jahre lang nachging. Auf einer Gedenktafel unter der Skulptur ist der Zeitung "Daily Mail" zufolge zu lesen: "Seine Königliche Hoheit Prinz Philip, Herzog von Edinburgh, Kanzler der Universität von Cambridge 1977-2011".

Viel öffentliche Kritik an dem Kunstwerk

Das Kunstwerk stieß allerdings von Anfang an auf wenig Gegenliebe. Ein Kunstkritiker nannte es "als öffentliche Kunst getarnter Müll", wie "The Guardian" weiter berichtet. Wer die Statue im Wert von 150.000 Pfund (etwa 175.000 Euro) geschaffen hat, ist offenbar nicht bekannt. Angeblich aufgrund der Kritik an dem Kunstwerk hatte sich kein Künstler dazu öffentlich bekannt. Bald dürfte der Ärger aber Geschichte sein: Der Stadtrat von Cambridge hat das Unternehmen, dem das Grundstück gehört, nun offenbar aufgefordert, das Werk bis August zu entfernen.

Fast 75 Jahre waren Prinz Philip und die Queen verheiratet

Prinz Philip heiratete 1947 die damalige Prinzessin und Thronfolgerin Elizabeth. Die Ehe hielt bis zu seinem Tod im April 2021. Ab dem Jahr 2017 hatte sich der Herzog von Edinburgh weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.