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Sex in den Dünen von Maspalomas: So zerstören Touristen die Natur auf Gran Canaria

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·Lesedauer: 2 Min.

Weil die berühmten Dünen von Maspalomas ein beliebter Sex-Spot sind, richten Forscher einen eindringlichen Appell an die Touristen der Kanareninsel.

Die Wanderdünen von Maspalomas sind nicht nur bei Naturliebhabern ein beliebtes Ziel. (Bild: Emmanuele Contini/NurPhoto via Getty Images)
Die Wanderdünen von Maspalomas sind nicht nur bei Naturliebhabern ein beliebtes Ziel. (Bild: Emmanuele Contini/NurPhoto via Getty Images)

Sie gelten als einer der beliebtesten Touristenorte auf Gran Canaria: Die Wanderdünen von Maspalomas, ein über 400 Hektar großes, wüstenähnliches Sandareal an der Südküste von Gran Canaria.

Weil es sich bei den Besuchern des Naturschutzgebiets aber nicht nur um Naturfreunde und Erholungssuchende, sondern immer öfter um Paare handelt, die in den Dünen Sex haben wollen, schlagen Forscher nach einer wissenschaftlichen Untersuchung der Situation jetzt Alarm. Das berichtet der Stern. Der Grund: die Zerstörung des Ökosystems der Dünen durch die Sex-Touristen.

"Wir fordern nicht das Verbot von Sex in der Öffentlichkeit, aber …"

"Leider kann das, was für Menschen Spaß bedeutet, schlecht für die Natur sein", erklärte einer der Mitverfasser der Studie, Patrick Hesp von der Flinders University in Australien: "Wir fordern nicht das Verbot von Sex in der Öffentlichkeit, aber wir wollen, dass die Menschen sich darüber bewusst sind, welche Schaden sie damit anrichten können."

Im Zuge eines Gay-Pride-Festivals im Mai 2018 untersuchten Forscherinnen und Forscher, wie sich das menschliche Treiben in den Dünen auf die Natur auswirkt – und veröffentlichten ihre Untersuchungen im Journal of Environmental Management unter dem Titel "Sand, Sonne, Sex, Meer und Fremde."

Forscher finden fast 300 Sex-Spots in den Dünen

298 sogenannte Sex-Spots gebe es demnach in den Dünen. Die Liebesakte selbst sowie der Weg zu und von den versteckten Plätzen würden sowohl die Dünen selbst als auch acht Pflanzenarten "direkt" schädigen, wie es in der Untersuchung heißt.

Auch Hinterlassenschaften wie Müll oder Fäkalien, teilweise sogar in für die Öffentlichkeit gesperrten Bereichen, seien eine Belastung für das Ökosystem. Die Untersuchung berichtet beispielsweise von mehreren Exemplaren der Gran-Canaria-Rieseneidechse, die verendet seien, nachdem sie zurückgelassene Kondome gefressen hatten.

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