RB stürmt an die Spitze - Werner setzt super Serie fort

SPORT1, Sportinformationsdienst

Julian Nagelsmann erfüllte lässig lächelnd Selfie-Wünsche, seine Spieler klatschten sich entspannt ab. 

Bei RB Leipzig löste der Sprung an die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga durch einen ungefährdeten 3:0 (1:0)-Erfolg bei Fortuna Düsseldorf nicht gerade Jubelstürme aus. (LIVETICKER zum Nachlesen)


Bedeutsamer war ihr sechster Ligasieg für die Sachsen vielmehr als erfolgreiche Generalprobe für das Topspiel am Dienstag bei Borussia Dortmund. (SERVICE: Spielplan und Ergebnisse)

Funkel: Keine Chance gegen Spitzenmannschaften

"Das war ein sehr souveräner Auftritt. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass etwas anbrennen könnte", sagte Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff nach Spielende am Sky-Mikrofon.

Die Tabellenführung, die Borussia Mönchengladbach am Sonntag durch einen Erfolg beim VfL Wolfsburg zurückerobern kann, erwähnte Mintzlaff nur in Verbindung mit dem Gastspiel in Dortmund: "Für uns gilt es jetzt, uns voll auf Dortmund zu konzentrieren. Wenn wir oben sein wollen, müssen wir auch da punkten." (SERVICE: Tabelle der Bundesliga)

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Patrik Schick (2.), Timo Werner (58., Handelfmeter) und Nordi Mukiele (75.) machten den erfolgreichen Testlauf für das Topduell perfekt. Werner gelang dabei sein zehnter Treffer in den letzten sechs Liga-Partien.

Düsseldorf liegt nach dem fünften Spiel in Folge ohne Sieg weiter auf dem Relegationsrang. "Gegen solche Spitzenmannschaften", meinte Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel nüchtern, "haben wir momentan keine Chance. Nach dem 0:2 ging es für uns nur noch darum, nicht komplett auseinanderzufallen."

Nagelsmann zufrieden

Sein Team musste kurzfristig den Ausfall von Rouwen Hennings verkraften. Der Torjäger (zehn Saisontreffer) fehlte aufgrund einer Grippe. Nagelsmann veränderte sein Team im Gegensatz zum Champions-League-Spiel bei Olympique Lyon auf gleich fünf Positionen und zeigte sich zufrieden. 

"Es war ein ordentliches Spiel", sagte der 32-Jährige nach der Partie bei Sky. "Wir haben 3:0 gewonnen nach einem Champions-League-Spiel, was schon anstrengend war. In der zweiten Halbzeit hatten wir eine sehr gute Kontrolle." 


Trotz der personellen Wechsel erwischten die Sachsen vor 35.387 Zuschauern einen Traumstart. Schick traf nach starker Vorarbeit von Konrad Laimer zur frühen Führung. Die Gäste hatten das Geschehen danach im Griff. Gegen tief stehende Düsseldorfer verpasste RB aber nachzulegen. Marcel Sabitzer köpfte freistehend vorbei (4.).

Die Leipziger ließen auch in der Folge Ball und Gegner laufen, die Fortuna hatte dieser spielerischen Überlegenheit zunächst wenig entgegenzusetzen.

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Der Champions-League-Achtelfinalist ging aber äußerst fahrlässig mit seinen Chancen um. Nationalspieler Lukas Klostermann setzte den Ball aus kurzer Distanz über das Tor (21.), Schick verpasste seinen zweiten Treffer knapp (23.). 

Dann bot sich Dayot Upamecano eine Doppelchance. Doch zunächst scheiterte der Innenverteidiger aus kurzer Distanz an Torhüter Zack Steffen, den Abpraller schoss er drüber (31.).

Die Hausherren überzeugten zwar kämpferisch, doch agierten die Düsseldorfer nach Ballgewinnen viel zu überhastet und leisteten sich viele Ungenauigkeiten im Aufbau. Dennoch wäre ihnen vor der Pause mit ihrer einzigen Chancen fast der Ausgleich gelungen. Dawid Kownacki traf aber mit seinem Schlenzer nur den Pfosten (44.).

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Leipzig blieb auch im zweiten Durchgang tonangebend. Werner scheiterte per Kopf zunächst an Steffen (48.), doch dann erzielte der Nationalstürmer per Elfmeter sein 16. Saisontor.

Nach dem Handspiel von Kaan Ayhan musste Schiedsrichter Robert Hartmann zuvor den Videobeweis bemühen. In der Folge nahm Leipzig das Tempo etwas raus, um Kräfte zu sparen. Dem eingewechselten Mukiele gelang dennoch der dritte Treffer.