So wird das Jahr 2022 laut Hollywood

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2022 wird ein ungemütliches Jahr. Das wissen wir nicht nur aus den Nachrichten, wo von andauernden Pandemien, Kriegen und Konflikten die Rede ist. Seit jeher erfahren wir das auch von Hollywood, das in so manchem Film ein düsteres 2022 prognostiziert hat.

Charlton Heston (links) und Chuck Connors in der Science-Fiction-Dystopie
Charlton Heston (links) und Chuck Connors in der Science-Fiction-Dystopie "Jahr 2022 …die überleben wollen" (Bild: FilmPublicityArchive/United Archives via Getty Images)

Was steckt in Soylent Grün?

Sehr pessimistisch blickten die Macher des Sci-Fi-Spektakels "Soylent Green" auf das gerade beginnende 2022. Der US-Film stammt aus dem Jahr 1973 und der deutsche Titel ist mit "Jahr 2022 …die überleben wollen" so krude geraten, als wollten die Verantwortlichen schon damit das Unheil des Inhalts zum Ausdruck bringen. Sei es, wie es ist, in "Soylent Green" finden sich viele Motive und Themen, die heute aktueller sind denn je.

Die Welt ist überbevölkert. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist groß. Wasser und Lebensmittel sind Mangelware. Dafür gibt es einen Überfluss an künstlicher Nahrung. Der neueste Verkaufsschlager des Lebensmittelkonzerns Soylent ist "Soylent Grün", das allerdings nicht aus Plankton besteht, wie es heißt. Die grausame Wahrheit findet schließlich der von Charlton Heston gespielte Polizist heraus.

Gerard Butler auf Weltrettungsmission in
Gerard Butler auf Weltrettungsmission in "Geostorm" (Bild: ddp)

Stürme bedrohen die Erde, die Technik soll sie retten

In "Geostorm" (2017) sind die Naturkatastrophen so verheerend, dass die Menschheit eine Technologie ersinnt: Ein Satellitennetzwerk namens "Dutchboy" soll das bis dahin unkontrollierbare Wetter in Schach halten. Keine tödlichen Hitzewellen soll es mehr geben und keine zerstörerischen Überschwemmungen. Das ist der Plan, der jedoch nicht ganz aufgeht. Im Jahr 2022 kommt es zu weiteren Zwischenfällen.

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In Afghanistan erfrieren Menschen, in Hongkong heizt sich die Erde auf. War eine Fehlfunktion von "Dutchboy" schuld? Nein, wie so manche Naturkatastrophe wurden auch diese von Menschen verursacht. Böse Mächte wollen den nächsten Geostorm heraufbeschwören. Doch sie haben die Rechnung ohne den Helden des Films gemacht, den genialen Ingenieur und guten Menschen Jake Lawson (Gerard Butler).

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In "The Purge - Die Säuberung" genießt die Bestie im Menschen 12 Stunden lang im Jahr Narrenfreiheit. (Bild: ddp)

Amerika wird gesäubert

Gewalt ist das Thema in "The Purge – Die Säuberung" (2013). Die nimmt im Amerika des Jahres 2022 überhand. Das Land versinkt im Sumpf der Kriminalität. Die Gefängnisse quellen über vor Mördern und Totschlägern, Räubern und Dieben. Wie der alarmierenden Situation Herr zu werden ist, weiß die regierende Partei, die so genannten Neuen Gründerväter Amerikas: Gewalt soll verhindert werden, indem Gewalt legalisiert wird. Für eine begrenzte Zeit jedenfalls. Die Idee hinter der Purge-Nacht, der Nacht der Säuberung: Jedes Verbrechen, von Diebstahl bis Mord, ist erlaubt und zieht keine Strafverfolgung nach sich. Die 12 Stunden im Jahr sind ein Fest für die Bestie im Menschen.

Flucht aus der Festung

28 Jahre in die Zukunft blickt der 1994 entstandene Action-Thriller "Flucht aus Absolom" mit Ray Liotta und Lance Henriksen. Und wie sieht die Welt hier aus im Jahr 2022? Es herrscht maßlose Gewalt. Auch im Gefängnis namens Absolom, das dank eines ausgeklügelten, hochtechnischen Überwachungsapparats als absolut ausbruchssicher gilt. Einigen Insassen gelingt die Flucht dennoch. Nicht nur das: Sie schaffen es nebenbei auch, den korrupten Gefängnisdirektor und seine Schergen zu überführen.

Morgen gibt es Krieg und Schottland steht im WM-Finale

In dem gerade erst im vergangenen Juli veröffentlichten Science-Fiction-Spektakel "The Tomorrow War" droht die Menschheit im Jahr 2051 durch eine Alien-Invasion vernichtet zu werden. Armeen müssen aus der Gegenwart des Jahres 2022 in die Zukunft reisen, um die Apokalypse zu verhindern. Neben diesen Standardsituationen des Genres gibt es im Film immerhin ein originelles Detail zu bestaunen. Wie wir wissen, wird die Fußball-Weltmeisterschaft dieses Jahr in Katar ausgetragen. Das ist noch immer so gewöhnungsbedürftig wie die Tatsache, dass die Veranstaltung von November bis kurz vor Weihnachten stattfindet. Doch weder das eine noch das andere ist so bemerkenswert, wie es diese Besonderheit wäre: Laut "The Tomorrow War" spielt im Finale Brasilien gegen Schottland.

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