"Du wirst sterben": Michelle Hunziker beichtet Horrorkapitel aus ihrer Sekten-Vergangenheit

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In einem Interview mit Johannes B. Kerner kennt Michelle Hunziker keine Tabus: Die Star-Moderatorin spricht von ihrer schwierigen Vergangenheit in einer Sekte und von der Alkoholsucht ihres Vaters.

Sekte, Alkoholsucht, Corona: Im Gespräch mit Johannes B. Kerner kannte Michelle Hunziker keine Tabus. (Bild: MagentaTV / Elisabetta Claudio)
Sekte, Alkoholsucht, Corona: Im Gespräch mit Johannes B. Kerner kannte Michelle Hunziker keine Tabus. (Bild: MagentaTV / Elisabetta Claudio)

Im Fernsehen präsentiert sich Michelle Hunziker zumeist als gut gelaunte Frohnatur, die viel lacht und für jeden Spaß zu haben scheint. Dass die schweizerisch-italienische Fernsehmoderatorin jedoch einige traurige und schockierende Erlebnisse hinter sich hat, wissen vermutlich nicht alle. In neuen der MagentaTV-Sendung "Bestbesetzung" von Johannes B. Kerner (verfügbar ab Donnerstag, 20. Mai) hat sie nun von einigen dunklen Kapiteln berichtet. Vor allem ihre Kindheitserinnerungen an ihren Vater spielten dabei eine wichtige Rolle.

"Um meinen Vater herum waren immer Kinder, Hunde und viele Freunde, er war einfach ein lustiger Typ", erinnert sich Hunziker. "Er war die schönste Seele auf Erden, aber als er trank, wurde er sehr aggressiv", fährt die 44-Jährige fort. Seine großen Probleme mit dem Alkohol hätten auch Einfluss auf sie als Tochter und die restliche Familie gehabt. Schließlich sei Alkoholismus für Kinder "ganz schwer zu verstehen": "Kinder denken: Liebt er den Alkohol mehr als mich? Du fühlst dich fast verantwortlich und fragst: Warum schaffe ich es nicht, ihn davon abzubringen?", erklärte sie.

Michelle Hunziker: "Die Sekte hat mir gedroht"

Dennoch habe sie auch eine wichtige Lektion von ihm gelernt: "Er sagte immer: Ich habe viele Probleme, aber das ist es nicht wert, sich zu beklagen." Nie habe er schlecht über andere Menschen gesprochen. Diese Einstellung habe sie selbst übernommen. Ihren Vater habe sie "Jahre später" wiedergesehen: "Er sah ganz schlimm aus wegen des Alkohols und hatte keine Zähne mehr. Er wohnte in einer kleinen Wohnung auf vier Quadratmetern mit seinen Bildern." Sie habe ihn fest umarmt und gesagt: "Papa, ich habe dir nie gesagt, dass ich dich liebe." Von dem Moment an hätten sie "eine schöne Zeit zusammen" verbracht.

Darüber hinaus erzählt Hunziker in dem Interview von ihrer Zeit in einer Sekte und den Auswirkungen auf ihre Beziehung mit dem italienischen Sänger Eros Ramazotti: "Ich war leider fünf Jahre in einer Sekte, die mich überzeugen wollte, dass sie meine neue Familie ist." Die dreifache Mutter fährt fort: "Sekten überschütten dich mit scheinbarer Liebe, du denkst: So viel Aufmerksamkeit habe ich in meinem Leben noch nie gehabt."

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Die Sekte habe sie davon überzeugt, dass ihr Mann sie betrügen würde und dass sowohl er als auch ihre Mutter nicht gut für sie seien: "Der arme Eros hatte keine Waffen, um mich aus dieser schrecklichen Lage zu retten", bedauert Hunziker. Er sei schließlich ebenfalls jung gewesen und habe gedacht: "Die ist durchgedreht". Eines Morgens habe sie dann aber die Notbremse gezogen und "per Telefon Schluss gemacht": "Die Sekte hat mir dann gedroht: Du wirst sehen, was dir passieren wird - du wirst sterben. Ich habe gesagt: Ok, dann ist das halt so."

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