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The Social Pulse: Fingernägel umgehen Regenbogenverbot bei WM

Wie auch schon bei der WM bei der Männer sind bei der Frauenfußball-WM Kapitänsbinden mit den Regenbogenfarben untersagt. Eine Spielerin fand jetzt einen anderen Weg, ihre Unterstützung für die queere Community auszudrücken.

Ali Riley bei der WM
Fällt Ihnen bei den Nägeln etwas auf? (Bild: Hannah Peters - FIFA/FIFA via Getty Images)

Bei der FIFA-Frauenfußball-WM in Australien und Neuseeland gibt es acht erlaubte Kapitänsbinden mit gesellschaftsrelevanten Themen, unter anderem Inklusion und Gleichberechtigung, von denen sich die Mannschaften eine aussuchen können. Auffällig abwesend in der Auswahl: Eine Regenbogenbinde für die Repräsentation der LGBTQ+-Community, die schon bei der Männer-WM in Katar für einige Diskussionen gesorgt hatte.

"Bin sicher, dass wir Möglichkeiten finden werden, dass unsere Stimmen gehört werden"

Dabei ist genau das ein wichtiges Anliegen für viele Spielerinnen. Beispielsweise Ali Riley, ihres Zeichens Kapitänen des neuseeländischen Teams, sagte im Vorfeld des Turniers gegenüber "CNN Sport" es wäre eine Ehre für sie eine Regenbogenbinde zu tragen: "Ich würde es lieben, wenn wir als Kapitäninnen zusammenkämen und mit der FIFA zusammenarbeiteten, um sicher zu stellen, dass wir gehört werden und das teilen, woran wir glauben. Aber ich bin sicher, dass wir Möglichkeiten finden werden, egal, was passiert, dass unsere Stimmen gehört werden."

Und dass das nicht nur leere Worte waren, bewies Riley jetzt im Eröffnungsspiel am Donnerstag gegen Norwegen: Trotz des Verbots der Fifa zeigt sie offen ihre Unterstützung für die LGBTQ+-Community - mit ihren Fingernägeln. Die waren nämlich an der linken Hand mit den Farben der Regenbogen- und an der rechten mit denen der Transflagge lackiert.

Das Netz lobt die Aktion von Riley

Für diese Aktion wird die Spielerin jetzt im Netz gefeiert. Auf ihrem Instagram-Account häufen sich die positiven Kommentare, die sich für die öffentliche Unterstützung bedanken. Unter anderem schreibt ein*e User*in: "Dieser queere ACFC-Fan dankt dir auch, dass du mit deinen Regenbogennägeln LGBTQ+ unterstützt", ein*e andere*r kommentierte "Was für eine Inspiration!"

Auch Twitter ist voll des Lobes für die coole Aktion der Neuseeländerin - vor allem angesichts des offiziellen Verbots der FIFA. Die hat übrigens noch nicht offiziell auf den Nagellack reagiert. Es bleibt also abzuwarten, ob es noch Konsequenzen für Riley geben wird oder ob sie weiter ihren Support auf diese kreative Weise zeigen darf.

Hat der Nagellack Glück gebracht?

Übrigens hat der auffällige Nagellack auch noch besonders viel Leinwand-Zeit bekommen, denn die Neuseeländerinnen haben überraschenderweise das Match gegen die eigentlich favorisierten Norwegerinnen gewonnen. Mit 1:0 siegten die Gastgeberinnen trotz eines verschossenen Elfmeters und feierten damit ihren ersten WM-Sieg überhaupt. Am Dienstag geht es für das Team um Ali Riley dann gegen die Philippinen weiter.

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