Tierleid für den Tourismus: TV-Doku zeigt die traurige Realität hinter Orang-Utan-Fotos

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Für viele Touris ist es eine harmlose Erinnerung an den Südostasien-Urlaub: Ein Foto von einem niedlichen Orang-Utan. Doch die Dokumentation "Terra Mater: Orang-Utans - Alarmstufe Rot" (Mittwoch, 7. Juli, 20.15 Uhr, ServusTV) beweist: Oft steht dahinter ein eiskaltes Geschäftsmodell, an dem sich Kriminelle bereichern und unter dem die Menschenaffen leiden. (Bild: ServusTV / Terra_Mater / Aaron Gekoski)
Für viele Touris ist es eine harmlose Erinnerung an den Südostasien-Urlaub: Ein Foto von einem niedlichen Orang-Utan. Doch die Dokumentation "Terra Mater: Orang-Utans - Alarmstufe Rot" (Mittwoch, 7. Juli, 20.15 Uhr, ServusTV) beweist: Oft steht dahinter ein eiskaltes Geschäftsmodell, an dem sich Kriminelle bereichern und unter dem die Menschenaffen leiden. (Bild: ServusTV / Terra_Mater / Aaron Gekoski)

So süß das kleine Orang-Utan-Baby auf dem Urlaubsfoto auch aussieht - die Touri-Attraktion ist mit dem Leid der Tiere erkauft. In einer "Terra-Mater"-Dokumentation zeigt ein Naturfotograf das brutale Geschäft der Wildtier-Mafia mit den orange-roten Affen, die dem Menschen doch so ähnlich sind.

Die Gesichter könnten nicht unterschiedlicher sein: Auf der einen Seite des Käfigs stehen die lächelnden Touristinnen und Touristen, das Handy fürs Foto gezückt. Auf der anderen Seite sitzen traurig dreinblickende Orang-Utans in ihren Käfigen, die das Geschehen über sich ergehen lassen. In Südostasien gelten die vom Aussterben bedrohten Affen als Touristen-Attraktion - und dementsprechend gibt es viel Geld mit ihnen zu verdienen.

In der aufrüttelnden "Terra Mater"-Doku "Orang Utans - Alarmstufe Rot" (Mittwoch, 7. Juli, 20.15 Uhr, ServusTV) zeigt der mehrfach ausgezeichnete Naturfotograf Aaron Gekoski die eiskalte Maschinerie hinter dem tierischen Touristen-Vergnügen: Wildtierjägerinnen und -Jäger, Wildtierhändlerinnen - und -Händler sowie Zoos und Safari-Parks profitieren von den miserablen Lebensbedingungen der Orang-Utans.

Kaum ein anderes Tier auf der Welt weist mehr Ähnlichkeiten mit dem Menschen auf als der Orang-Utan. Kein Wunder: Das Erbgut der Menschenaffen - auch als "Waldmenschen" bekannt - entspricht zu 97 Prozent unserem. In freier Wildbahn sind die Tiere heute nur noch in den tropischen Regenwäldern Südostasiens zu bestaunen. Doch, wie der Film zeigt, ist dezimiert sich der Lebensraum der Orang-Utans immer mehr. Die Affen mit dem orange-roten Fell sind akut vom Aussterben bedroht. Skrupellose Tierhändler machen sich den Wunsch der Touristinnen und Touristen zunutze, den Tieren in ihrer Heimat zu begegnen und den Moment auf einem Foto festzuhalten.

Zur Belustigung in Kostüme gezwungen: Der rennomierte Umwelt-Fotograf Aaron Gekoski zeigt in der deutschen TV-Premiere das bittere Schicksal der Orang-Utans und deckt die illegalen Netzwerke der Wildtier-Mafia auf. Inklusive verbotener Boxkämpfe zwischen den Affen. (Bild: ServusTV / Terra_Mater / Aaron Gekoski)
Zur Belustigung in Kostüme gezwungen: Der rennomierte Umwelt-Fotograf Aaron Gekoski zeigt in der deutschen TV-Premiere das bittere Schicksal der Orang-Utans und deckt die illegalen Netzwerke der Wildtier-Mafia auf. Inklusive verbotener Boxkämpfe zwischen den Affen. (Bild: ServusTV / Terra_Mater / Aaron Gekoski)
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