Tierschützer fordern: kein Verzehr lebender Insekten im "Dschungelcamp"

Andreas Schoettl
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Tierschützer fordern: kein Verzehr lebender Insekten im "Dschungelcamp"

Bei der britischen Version des "Dschungelcamps" wurde es bereits untersagt. In dieser dürfen die Promi-Teilnehmer keine lebenden Tiere mehr im Rahmen von "Prüfungen" verspeisen, zerkauen und dann auch noch schlucken. Nach Meinung einer einflussreichen Tierschutzorganisation müsste die deutsche Version bei RTL dem Beispiel folgen.

Von einem "Regen" aus Unmengen an Kakerlaken nahezu hinweggeschwemmt zu werden oder gar Schaben zu verspeisen - so etwas ist seit jeher Bestandteil der "Prüfungen" im "Dschungelcamp". Nun soll Schluss sein mit dem Missbrauch des Getiers. Dies jedenfalls will die Tierschutzorganisation Peta. Kurz bevor die 14. Staffel von "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" am Freitag, 10. Januar, bei RTL startet, forderten die vehementen wie einflussreichen Tierschützer dazu auf, die deutsche Tochtergesellschaft ITV Studios Germany habe dem britischen Original unbedingt Folge zu leisten. Denn dort wurde bereits ins Konzept eingegriffen.

Wie unlängst bekannt wurde, lässt der britische TV-Sender ITV keine "Prüfungen" mehr zu, in denen lebende Tiere von Prominenten gegessen werden. Und bei RTL? - Peter Höffken, ein Fachreferent bei den Tierschützern, sagt dazu in einer Mitteilung: "Tiere sind nicht dazu da, dass sie für unsere Unterhaltung leiden. Nach ITV in Großbritannien sollte auch das deutsche Tochterunternehmen endlich ein Zeichen für den Tier- und Umweltschutz setzen und ausschließlich vegane Speisen servieren." Und er führt weiter aus: "Schließlich gibt es neben dem Essen von Tieren noch genug andere ekelige Aufgaben, die sich als Dschungelprüfung eignen würden."

Als weiteres Argument führt Höffken an, dass exotische Wildtiere durch den Stress an einem ungewohnten TV-Set in Todesangst versetzt werden könnten. Dauerhafte Schäden, falls letztendlich nicht zerbissen, zerkaut und verschluckt, seien die dramatischen Folgen. Peta erklärt, dass in der deutschen "IBES"-Variante bei den "Dschungelprüfungen" immer wieder Wesen lebend verzehrt und zerquetscht worden seien. Darunter empfindliche Tiere, wie ein junger Wombat oder sogar Krokodile.

Da der dramatische Aufruf an die deutsche Produktionsfirma womöglich nicht fruchten könnte, richtet sich Peta in einem weiteren Schritt auch direkt an die Kandidaten. In einer Mitteilung heißt es: "Die Tierrechtsorganisation appelliert an die Kandidaten, nicht an Dschungelprüfungen mit Tieren teilzunehmen und sich gegen tierquälerische Aktionen auszusprechen."