Tiersterben an Halbinsel Kamtschatka hat natürliche Ursache

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Ein toter Fisch am Strand von Khalaktyr auf der Halbinsel Kamtschatka zwischen verendeten Seesternen.
Ein toter Fisch am Strand von Khalaktyr auf der Halbinsel Kamtschatka zwischen verendeten Seesternen.

Was war die Ursache, weshalb vor der Küste der russischen Halbinsel Kamtschatka viele Tiere verendeten? Lange haben Experten nach dem Grund gesucht, nun gibt es eine Antwort.

Moskau (dpa) - Das massenhafte Tiersterben vor der Küste der russischen Halbinsel Kamtschatka hat nach Behördenangaben natürliche Ursachen gehabt.

Experten gingen derzeit davon aus, dass pflanzliches Plankton dafür verantwortlich sei, teilte das Ermittlungskomitee in Moskau mit. Bei Schiffen und U-Booten der Marine, die in die Bucht vor der Regionalhauptstadt Petropawlowsk-Kamtschatski einliefen, seien keine Ölprodukte ausgetreten. «In den untersuchten Proben von Wasser, Boden und Meeresorganismen wurden keine Schwermetalle gefunden.»

Umweltschützer befürchteten dagegen, dass staatliche Stellen die wahre Ursache für das Tiersterben geheim halten könnten. In Russland kommt es immer wieder zu größeren Umweltverschmutzungen.

Die hohe Konzentration von Erdölprodukten an der Küste, wo Ende September Hunderte tote Meerestiere wie Seesterne, Fische, Kraken und Robben angespült wurden, sei nicht kritisch, teilte die Behörde zudem mit. Dies werde bereits seit 1970 beobachtet. Surfer hatten von Übelkeit und verätzten Augen berichtet. Bei den untersuchten Sportlern seien aber keine Anzeichen einer Vergiftung festgestellt worden.

Umweltschützer sprachen von einer ökologischen Katastrophe. Organisationen wie Greenpeace halten giftige Stoffe, die ins Meer gelangt sind, als Ursache ebenso für denkbar wie giftige Algen, die sich wegen des Klimawandels massenhaft vermehrt hätten. Der Behörde zufolge wird die Untersuchung vor Kamtschatka fortgesetzt.